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Zum Stöbern: Fundus-Verkauf im Lager des Deutschen Theaters Göttingen

„Gesehen und verliebt“ Zum Stöbern: Fundus-Verkauf im Lager des Deutschen Theaters Göttingen

Früchte aus Pappmaché und Kinder-Vampirgebisse, Pelze und Kleider: Das Deutsche Theater (DT) hat jetzt Kleidung und Requisiten aus seinem Fundus verkauft.

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Quelle: Heller

Göttingen. . Trotz Sommerhitze kamen viele Interessierte in das Lager am Hagenweg, um Außergewöhnliches oder Nützliches zu erstehen. 16 Mitarbeiter aus Requisite und Kostümabteilung waren im Einsatz. Verkauft wurde zugunsten des Kinder- und Jugendtheaters am DT.

„Gesehen und verliebt.“ Ein riesiger Keks, der zwei seiner Zähne im Theaterstück „Alice in Wonderland“ gelassen hat, lässt Friederike und Julia Feindt strahlen. Stabiler Holzrahmen, wattierte Stoffbespannung, ein Bügel zum Aufhängen. Friederike Feindt weiß schon, was sie mit dem Geschenk ihrer Mutter anfangen wird. Der Keks für zehn Euro soll als Pinnwand dienen.

Klamotten gibt es zum Kilopreis, Handtaschen und Hüte für kleines Geld, Requisiten zu Einzelpreisen. „Einige Requisiten sind so speziell, dass wir sie nicht umarbeiten oder wiederverwenden können, andere stammen aus Stücken, die aus dem Programm genommen sind“, erklärt Jörg C. Kachel, Leiter der Requisite. Eine Sandburg aus „Nathan der Weise“, eine kleine Windmühle aus „Der Mann aus La Mancha“ und ein lebensgroßes Pferd, der „Kleine Onkel“ aus „Käthchen von Heilbronn“, zählt Requisiteurin Sabine Jahn als besondere Unikate auf, die ein neues Zuhause finden sollen.

„Da kommt ganz schön was zusammen über die Jahre. Vieles hat man auch schon mal in der Hand gehabt“, sagt Regina Szymanski aus der Kostümabteilung. „Die Qualität der Stoffe und die Patina, so etwas kann man gar nicht mehr nachmachen. Deshalb ist es wichtig, dass man Originale hat“, schwärmt ihre Kollegin Kathrin Wenzel. Derweil schlüpft ein Mann in eine Försteruniform-Jacke, ein Original mit unnachahmlicher Patina, das wie angegossen sitzt.

Robert Bruhn und Antje Haupt sind auf der Suche nach Kostümen für „Live-Rollenspiele“. Sie probiert lange Umhänge an, er einen Oberkörperpanzer aus Gummi. „Ich wollte mal was mit six-pack tragen“, sagt der Student lachend.

„Zufrieden, trotz Hitze sind immer Schübe an Leuten gekommen“, bilanziert DT-Sprecherin Inge Mathes. „Es sind ein paar gute Sachen weggegangen.“ Nur der „Kleine Onkel“ steht immer noch in imposanter Größe im Fundus.

Von Karola Hoffmann

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