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Zwei Heimspiele mit „Ganz Schön Feist“

A Cappella und Comedy Zwei Heimspiele mit „Ganz Schön Feist“

20  Jahre Ganz Schön Feist. Zehn Alben und mehr als 100 Lieder sind in dieser Zeit entstanden. Es gab einen Wechsel in der Besetzung. Die Haare sind weniger geworden, die Anzüge bunter. Der Gedanke an die Teletubbies huscht durch den Kopf. Am Sonntag standen Mathias Zeh, Rainer Schacht und Christoph Jess gleich zweimal auf der Bühne in der Göttinger Stadthalle, um den Bandgeburtstag zu feiern. „The yellow from egg – das Beste von Ganz Schön Feist“ heißt das Programm, mit dem das Trio durch die gesamte Republik tourt.

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Kahle Köpfe, bunte Anzüge: Jess, Schacht und Zeh (von links) unterhalten in der Göttinger Stadthalle mit zwei Konzerten.

Quelle: Heller

Viele Songs, die sie schon fast vergessen hatten, wollen sie spielen, viele Hits und viele, die keine waren, aber eine zweite Chance verdient haben. Und sie versprechen, weiter zu machen, nicht nur 20 Jahre, sondern so lange, bis die Fans auch keine Haare mehr auf dem Kopf haben.

Göttingen ist bei der Tour ein Heimspiel. Schon nachmittags beim ersten Auftritt ist die Stadthalle gut gefüllt – „Trotz attraktivem Beiprogramm, was sich gutes Wetter nennt“, wundert sich Schacht. Der Nachmittag ist eine Mischung aus A cappella Pop und Comedy. Zeh und Schacht plaudern sich mit Anekdoten aus zwei Jahrzehnten durch den Nachmittag. Immer passend zum nächsten Titel. Erzählen vom Klassentreffen und einer gemeinsamen Abi-Durchschnittsnote von 13,8. Was natürlich nichts über die Noten jedes Einzelnen aussage, aber darüber, wie man eben zum Singen gekommen sei. Die Feisten zeigen, dass sie geschmeidig geblieben sind. Sie starten ihr Programm mit „Wie geht’s ’n“. Dann folgen noch „Gänseblümchen“, „Logopädentango“, eine Parodie auf Bernd Clüvers „Der Junge mit der Mundharmonika“, und trotz früher Stunde fehlt auch eins der erfolgreichsten Stücke „Du willst immer nur f….“ nicht.

Ganz Schön Feist hätte allerdings mit der Zugabe anfangen sollen. Denn bis dahin war die Atmosphäre zwar gut aber nicht frenetisch. Ein wenig wie mit angezogener Handbremse. Das ändert sich schlagartig bei „Es ist gut, wenn du weißt, was du willst“. Alle singen mit, alle klatschen mit. Nach der vierten Zugabe ist es Partystimmung. Das hätten sie früher haben können.

Hochzufrieden verabschieden sich die „Popacappellacomedians“ vom Nachmittagspublikum, nachdem Mathias Zeh noch ein paar Erinnerungsfotos für die Internetseite geknipst hat. Anschließend geben die Feisten im Foyer noch Autogramme. Und eine gute Stunde später stehen sie schon wieder auf der Bühne für das zweite Heimspiel an diesem Sonntag.

Von Eida Koheil

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