Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -6 ° wolkig

Navigation:
„Zwei Stunden Kopfkino“

Gastspiel im Deutschen Theater Göttingen „Zwei Stunden Kopfkino“

Mit seinem Projekt „Seide“ gastiert der Schauspieler Joachim Król im Deutschen Theater (DT). Mit musikalischer Unterstützung erzählt er die Geschichte vom Seidenhändler Hervé Joncour, der in Japan einer Frau begegnet, in die er sich auf den ersten Blick verliebt.

Voriger Artikel
Die Kinostarts am 10. März
Nächster Artikel
Viel TV-Prominenz

Schon einmal mit „Seide“ zu Gast im Deutschen Theater: Joachim Król.

Quelle: Swen Pförtner

Göttingen. Das Projekt verbindet Elemente von Lesung und Theaterinszenierung. Zusammen mit dem „South Of The Border Jazztrio“ rezitiert Król den Roman von Alessandro Baricco, der im Jahr 1996 erschien. Der Schauspieler feierte 1994 seinen Durchbruch mit „Der bewegte Mann“. Auch als Frankfurter „Tatort“-Kommissar Frank Steier war er regelmäßig im Fernsehen zu sehen. Mit „Seide“ zieht es ihn wieder auf die Bühne – und das mittlerweile seit vier Jahren.
Das Besondere an dem Konzept, das Text und Musik vereint, sei die Komposition aus allem, sagt der 58-Jährige. „Die Zuschauer kommen auf mich zu und bedanken sich für zwei Stunden Kopfkino“. Er könne sich keinen schöneren Jahresanfang vorstellen, als die Tour mit „Seide“, die immer zu Jahresbeginn stattfindet. Mittlerweile sei er schon so mit diesem Text verbunden, dass es keine Schwierigkeiten mehr gebe. Persönlich reizt den in Herne geborenen Schauspieler die Bühne, der Kontakt zum Publikum und das Feedback, was beim Fernsehen nicht immer möglich sei.
Król stand bereits für zahlreiche Fernsehproduktionen vor der Kamera und ist immer wieder auf Theaterbühnen zu sehen. Bis letzte Woche hat er bei der Disney-Neuverfilmung des „Dschungelbuchs“ dem Panther Baghira seine Stimmung geliehen, der im Original von Ben Kingsley gesprochen wird. Der Schauspieler fühlt sich in allen Bereichen zu Hause. Gibt es überhaupt noch ein Projekt, was er unbedingt noch einmal umsetzen möchte? Król lacht: „Ich bin froh darüber, in alle Bereiche gegangen zu sein. Mal sehen, was kommt, ich bin für alles offen“. Aktuell arbeitet er an einer ZDF-Produktion: ein Zweiteiler mit politischem Hintergrund, ein Kriminalstoff – mehr wollte er nicht verraten.
Der ehemalige Tatort-Kommissar gastiert mit „Seide“ bereits zum zweiten Mal im DT. „Ich war nicht lange genug in Göttingen, um sagen zu können, dass ich die Stadt kenne“, sagt Król. Schöne Erinnerungen habe er allerdings an die „schöne Altstadt“ und das Deutsche Theater, in dem er auch vergangenes Jahr zu Gast war.
Zum Schluss noch die obligatorische Fußballfrage an den bekennenden BVB-Fan: Wer wird dieses Jahr Champions-League-Sieger? Król lacht schallend. „Das ist keine gute Frage, Sie wollen mich reinlegen“, sagt er mit der Anmerkung, man könne ihm unterstellen, dass er mit einem „gewissen süddeutschen Verein“ sympathisiere. „Die Frage möchte ich nicht beantworten.“
Joachim Król gastiert am Sonntag, 20. März, um 19.45 Uhr mit „Seide“ im Deutschen Theater, Theaterplatz 11. Karten gibt es in den Geschäftsstellen des Tageblatts, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt, erhältlich.

Von Tomke Aljets

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff