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Zwölf preisgekrönte Solisten konzertieren mit GSO

Selbstbewusster Nachwuchs Zwölf preisgekrönte Solisten konzertieren mit GSO

Dass nicht alles eine Frage des Alters ist, bewies das Festkonzert mit jungen niedersächsischen Künstlern in der Göttinger Stadthalle. Am Freitag, 5. Juni,  begleitete das Göttinger Symphonie Orchester, geleitet von Nicolae Moldovenau, zwölf preisgekrönte Solisten.

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Donnernde Akkorde: Pianist Hung-Do beim Festkonzert.

Quelle: Heller

Mit hoch präzisen technischen Fertigkeiten, Natürlichkeit im Spiel und Ausdruck machten die Nachwuchskünstler das wett, was dem ein oder anderen noch an Erfahrung fehlte.  So zeigte der 17-jährige Hung-Do mit dem Kopfsatz aus dem a-moll-Klavierkonzert von Edvard Grieg, dass virtuose Läufe und donnernde Akkorde keine Spezialität der Großen sind. Mit dem geschickten Dirigat von Moldovenau verlangte der dem Konzertflügel einiges ab. 

Danach betraten die jüngsten Künstler die Bühne und erfüllten die Göttinger Stadthalle mit einem leichten, barocken Klang. Daniel Alvand Arjomand (14) und Friedrich Polzin (13) arbeiteten in dem Konzert für zwei Oboen auf Grundlage der vorwärtsdrängenden Basso-contino-Begleitung vor allem im Adagio die echoartigen Melodielinien treffend heraus. 

Mit höchster Präzision

Divengleich betrat später Lavinia Dames (19) das Parkett. Sie sang von Carl Maria von Weber die Romanze des Ännchen aus der Oper „Der Freischütz“. Mit höchster Präzision begab sie sich in die Höhen und führte melismatische Passagen sauber fort. Ihre Mimik war auf den Inhalt der Romanze abgestimmt und die Sängerin spielte mit der Musik und dem Publikum. Bravo! Auch in dem Duett mit Samuel Hasselhorn erreichte Dames mit schauspielerischem Geschick ein Lächeln auf den Gesichtern der Zuschauer, als sie in dem Operauszug aus Mozarts „Hochzeit des Figaros“ schmachtend ihren Grafen Almaviva anblickte.

Es folgten zwei Violinenkonzerte. Der 14-jährige Finn Hendrik Stamer zeigte zunächst sein Können an Dmitri Kabalewskis Violinkonzert und schmetterte selbstbewusst das Allegro molto e con brio. Mit viel lyrischem Feingefühl fing sodann Tobias Feldmann (18) im „Poème“ von Ernest Chausson die melancholische Grundstimmung mit weit ausgesponnenen Melodiebögen passend ein.

Von Rhea M. Richter

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