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„Wir setzen auf einen guten Endspurt“

40.000 Zuschauer bei Gandersheimer Domfestspielen „Wir setzen auf einen guten Endspurt“

Die 58. Gandersheimer Domfestspiele gehen bis Sonntag, 24. Juli, über die Bühne vor dem Dom. Dort werden fünf der sechs Produktionen gegeben, die bisher mehr als 40000 Zuschauer gesehen haben. Für alle Vorstellungen, bis auf Judas und Comedian Harmonists, sind noch Eintrittskarten erhältlich.

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Perfide: Kardinal Richelieu (Ron Holzschuh) und Milady de Winter (Franziska Becker).

Quelle: Hillebrecht

Bad Gandersheim. Aus Göttingen und Kassel, Braunschweig, Hannover und Hildesheim kommen die meisten Zuschauer, teilt Florian Götz mit. Der Sprecher der Festspiele erklärt, „die Spielzeit läuft sehr gut“. Allerdings lassen der frühe Beginn in diesem Jahr und das zeitgleiche Stattfinden mit der Fußball-Europameisterschaft ihn vermuten, dass in den etwas mehr als zwei Wochen bis zum Ende „noch was geht. Wir setzen auf einen guten Endspurt“. Der hat nicht nur, bis auf die ausverkauften Vorstellungen, noch alles im Angebot, was Intendant Christian Doll auf den Spielplan 2016 gebracht hat, sondern auch drei besondere Programmpunkte. Der beliebte Festspiel-Schauspieler Dirk Schäfer kommt am Sonnabend, 9. Juli, zur Lesung aus „Die Nase“ von Gogol; am Freitag, 22. Juli, beginnt das Farewell mit „Domspitzen - Die Gala“ ab 22 Uhr und wird am Sonntag, 24. Juli, mit der feierlichen Verleihung des Publikumspreises „Roswitha Ring“ um 11 Uhr und den allerletzten Vorstellungen von „Michel aus Lönneberga“ am Nachmittag und „Die drei Musketiere“ am Abend zu Ende gehen.

Gerade die Musketiere seien aufgrund ihrer Anforderungen hoch besetzt worden und man habe sich für die Uraufführung viel vorgenommen, so Intendant Christian Doll, - und das Ziel erreicht. Die Mantel- und Degengeschichte haben Rob und Ferdi Bolland zum Musical gemacht. Mit Gesang-, Tanz- und Fechtszenen geht es mit großer Besetzung über die Bühne. Die ist in diesem Jahr meist trocken geblieben, obwohl oft Regen für die Stadt angekündigt war. Götz erklärt das so: „Wenn der Regen zu uns kommen soll, dann kommt er doch nicht.“ Gerade einmal sorgte Regen für den Abbruch einer Vorstellung von „Highway to Hellas“.

Mit dieser Spielzeit verabschiedet sich Doll (45) von Bad Gandersheim. Er ist seit der Spielzeit 2012 Intendant der Domfestspiele. Mit Anton Tschechows „Der Kirschgarten“ brachte er seine achte und als Intendant letzte Inszenierung auf die große Bühne. Dort wird er, so Götz, sicher bei der Domspitzen-Gala sowie bei der Verleihung des Roswitha-Rings an die beim Publikum beliebteste Darstellerin sich vom Publikum verabschieden. Doll wird ab der Spielzeit 2017 Intendant der Freilichtspiele Schwäbisch Hall in Baden-Württemberg. In Bad Gandersheim übernimmt zum 1. Oktober Achim Lenz die Intendanz. Als Regisseur ist der Schweizer schon seit 2009 bei den Domfestspielen engagiert.

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