Volltextsuche über das Angebot:

9 ° / 7 ° Sprühregen

Navigation:
Uni-Bibliothek Kassel digitalisiert Grimm-Werke

Handexemplare Uni-Bibliothek Kassel digitalisiert Grimm-Werke

Handexemplare der berühmten Sprachforscher Jacob und Wilhelm Grimm sind über das Online-Archiv "Orka" frei zugänglich. Die Universitätsbibliothek Kassel digitalisierte sie in Abstimmung mit der Stadt Kassel – inklusive eines 1822 erschienenen Anmerkungsbandes – mit jeder einzelnen Seite.

Nächster Artikel
Grimmwelt in Kassel wird eröffnet

Aufnahme der Seite 48 des ersten Bandes von 1812. Sie zeigt einen Auszug aus dem Märchen „Von dem bösen Flachsspinnen“ (in späteren Auflagen: „Von den drei Spinnerinnen“). Deutlich zu erkennen sind handschriftliche Ergänzungen.

Quelle: uks

Kassel. Die Bände zählen seit 2005 zum Weltdokumentenerbe und werden ab September 2015 zum Herzstück der Ausstellung in der neu eröffneten "Grimmwelt Kassel" gehören. Mit zahlreichen Kommentaren und Anmerkungen von Jacob und Wilhelm Grimm versehen, geben die Bände Aufschluss über die Beiträger und die Bearbeitungsstufen der einzelnen Märchenerzählungen und sind für die Forschung deswegen von besonderer Bedeutung.

 
Die Universitätsbibliothek hat die mehrere tausend Seiten umfassenden Ausgaben digitalisiert und über ihr Online-Archiv bereitgestellt. Damit ist es Wissenschaftlern möglich, die Exemplare für ihre Forschungen zu nutzen, ohne die empfindlichen Originale zu strapazieren.

 
„Die Digitalisierung der Handexemplare der Brüder Grimm durch die Universität macht deutlich, dass die Stadt Kassel und das Land Hessen gemeinsam die gegenüber der UNESCO erklärte Verantwortung - Preservation and Access (Erhaltung und Zugänglichkeit) - übernehmen“, sagte Oberbürgermeister Bertram Hilgen. ProfClaudia Brinker-von der Heyde, Vizepräsidentin der Universität Kassel, erklärte: „Die Digitalisierung der Handexemplare macht erneut deutlich, dass sich unsere Universität zu dem zentralen Ort für die Grimm-Forschung entwickelt hat."

 
„Zum ersten Mal sind nun alle fünf Bände der ersten beiden Märchenausgaben so digitalisiert, dass sie allen Anforderungen seitens der Wissenschaft genügen. Von besonderem Interesse ist dabei der Anmerkungsband aus dem Jahr 1822, weil er viele bisher unbekannte handschriftliche Randbemerkungen der Brüder Grimm enthält", betonte Prof. Holger Ehrhardt, der an der Universität eine Professur zu Werk und Wirkung der Brüder Grimm innehat.

 
Die Digitalisierung der Handexemplare der Grimmschen Kinder- und Hausmärchen ist Teil eines Kooperationsprojekts zwischen Stadt Kassel und Universität Kassel. In einem weiteren Projekt, hier mit dem Hessischen Staatsarchiv in Marburg, hat die Universität bereits zahlreiche Briefe und andere Dokumente der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm online verfügbar gemacht. An der Universität Kassel wurde 2012 die bundesweit erste Professur eingerichtet, die sich ausschließlich Leben und Wirken der Brüder Grimm widmet. Jacob und Wilhelm Grimm verbrachten in Kassel ihre produktivste Zeit. jes

Nächster Artikel
Die Milchbar im Nörgelbuff