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Lieder aus fünf Jahrhunderten mit dem Ensemble Quartonal

Sinn für Humor Lieder aus fünf Jahrhunderten mit dem Ensemble Quartonal

„Werke von Thomas Tallis bis George Michael“ – Das klingt lustig. Das vierstimmige Vokalensemble Quartonal hat sein Programm „Another Way“ mit diesem Satz überschrieben, was schon zeigt, dass es den vier Herren auf den oft bemühten musikalischen Brückenschlag ankommt.

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Hörenswert: Ludwig, Sievers, Behm und Freier (von links).

Quelle: Heller

Göttingen. Dem Publikum in der Freien Waldorfschule jedenfalls gefielen die Lieder aus fünf Jahrhunderten ausgesprochen gut. Die Stimmen sowie der Ensembleklang von Mirko Ludwig, Florian Sievers (beide Tenor), Christoph Behm (Bariton) und Sönke Tams Freier (Bass) sind gut – drei von ihnen kennen sich von den Chorknaben Uetersen, singen also schon sehr lange gemeinsam.

Bei den anscheinend abgelesenen Moderationen wirken die gestandenen Männer in ihren blauen Anzügen manchmal wie unsichere Chorknaben – das musste nicht sein. Besonders, da Quartonals Programm eine Menge Sinn für Humor erkennen lässt: ein bisschen William Byrd, Georg Friedrich Händel, Ralph Vaughan Williams sowie Auftragskompositionen von zeitgenössischen Komponisten stehen dem Ensemble, das 2013 seine erste CD aufnehmen durfte, gut.

Gefolgt wird dieser Parforceritt von George Michaels „Faith“ oder Coldplays „Viva la vida“. Insbesondere während der modernen Stücke entfalteten sie mehr stimmliche Präsenz, derer es in dem recht großen Saal auch bedurfte.

Auch zu loben ist, dass Quartonal seinen berechtigten Spaß an vermeintlich abgegriffenem Liedgut hat: „What Shall We Do with the Drunken Sailor?“ oder die Zugabe „La Cucaracha“ dürften nicht unbedingt auf dem Wunschzettel vieler Konzertbesucher stehen. Die vier Herren nahmen diesen Umstand und sich selbst nicht besonders ernst und sangen beides dazu noch hörenswert.

Von Jonas Rohde

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