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Göttinger Händel-Festspiele: Olivia Chaney im JT

Hose aus dem Keller Göttinger Händel-Festspiele: Olivia Chaney im JT

„Ich hätte für euch gerne ein rotes Kleid getragen, aber das habe ich im Zug vergessen.“ Die Wirren des Bahnstreiks haben Olivia Chaney voll erwischt. Für ihr Nachtkonzert bei den Internationalen Händel-Festspielen hat sie sich eine Hose aus dem Keller des Jungen Theaters (JT) ausgeliehen. Der Musik tat das natürlich keinen Abbruch.

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Quelle: dpa (Symbolbild)

Göttingen. Chaney hört man an, dass sie von Joni Mitchell geprägt ist. Auch an die skandinavische Melancholie eines Moddi fühlt man sich in den träumerischen Harmoniumpassagen erinnert. Grundsätzlich ist das, was Chaney am Klavier, dem Harmonium oder der Gitarre abliefert, aber neu, und ihre überraschenden Harmonien verraten, dass sie an der Royal Academy of Music studiert hat. Auch die Musik Henry Purcells scheint Chaney zu fesseln. Auf ihrem Debütalbum The Longest River ist Purcells „There’s not a swain“ in reharmonisierter Form zu hören – ein sehr gelungenes  Experiment, das auch im JT begeisterte, wo sie sich von Violinist Jordan Hunt begleiten lies. Dumm nur, dass Chaney keine Alben verkaufen konnte. Die hatte sie auch im Zug vergessen. jro

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