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Händel-Café zur Unterstützung von „Händel4Kids!“ im GDA-Wohnstift

Musik mit Milch und Zucker Händel-Café zur Unterstützung von „Händel4Kids!“ im GDA-Wohnstift

Schon seit vielen Jahren arbeiten das GDA-Wohnstift und die Göttinger Händel-Festspiele zusammen. In diesem Jahr hat die Kooperation ein neues Konzertformat hervorgebracht: das Händel-Café. Im Konzertsaal des GDA gaben Sopranistin Carolyn Sampson, Countertenor Robin Blaze und der künstlerische Leiter Laurence Cummings am Cembalo einen kurzweiligen Einblick in ihre Lieblingsarien aus dem Barock – und ganz nebenbei noch einen Vorgeschmack auf das Oratorium Theodora, das am Sonnabend aufgeführt wird.

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Nah am Publikum: Cummings, Sampson und Blaze (v. l.).

Quelle: Pförtner

Göttingen. Das Publikum musste sich für das einstündige Konzert nicht in Stuhlreihen begeben, sondern konnte die Musik an mehreren eingedeckten Tischen bei Kaffee und Kuchen genießen. Die Stimmung war familiär, die drei Künstler näher als sonst an ihrem Publikum. Den Einstieg bestritten sie aber nicht mit Händel, sondern mit Henry Purcells wunderschönem „Music for a while“, das er für John Drydens und Nathaniel Lees „Oedipus“ geschrieben hat. Ein bekanntes Stück Musikgeschichte, hier von Blaze einfühlsam und mit samtener Tongebung vorgebracht. Bei Purcells festlich-enthusiastischem „Sound the trumpet“ aus der Ode für Queen Marys Geburtstag waren Sampson und Blaze zum ersten Mal gemeinsam zu hören. Ihre Stimmen passen sehr gut zueinander: Sampson hat einen sehr weichen Sopran, der sich eng an Blazes Countertenor schmiegt. Das lässt auf schöne Konzertmomente bei „Theodora“ hoffen, wo Sampson und Blaze wieder gemeinsam singen werden.

 
Cummings demonstrierte sein Können vor allem in Händels Suite in E-Dur, deren abschließende Air durch ihre rasanten Läufe berühmt geworden ist, die sich eng dialogisch durch beide Stimmen ziehen – ein virtuoses Stück Musik, das Cummings’ Fähigkeiten außerhalb der Begleitung von Vokalsolisten eindrucksvoll demonstrierte.

 
Weitere Arien wählten Samp­son und Blaze aus Händels Oratorium „Jephta“ aus, bevor mit „Let’s Imitate Her Notes Above“ aus „Alexander’s Feast“ noch ein weiteres Schlaglicht auf eine Ode Händels geworfen wurde. Ein vergnüglicher und kurzweiliger Nachmittag, dessen Reinerlös einem sinnvollen Zweck dient: der Förderung des Nachwuchsprogramms „Händel4Kids!“.

Von Jonas Rohde

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