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Händel-Festspiele: Preisträgerkonzert mit dem AbChordis Ensemble

Intensive Wirkung Händel-Festspiele: Preisträgerkonzert mit dem AbChordis Ensemble

Ein erfrischendes Konzert hat das Ensemble AbChordis in der Scheune von Gut Sennickerode gegeben. Die junge Gruppe um ihren Leiter Andrea Buccarella hat die „Göttinger Reihe Historischer Musik“ in diesem Jahr für sich entscheiden können, der Lohn war ein Auftritt bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen.

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Händel-Festspiele: Preisträgerkonzert mit dem AbChordis Ensemble in Gleichen

Quelle: Heller

Gleichen. Wie schon bei ihrem ersten Konzert in Göttingen erwiesen sie ein glückliches Händchen bei der Erstellung des Programms, das einige Arien Händels erneut ertönen ließ – allerdings nicht, ohne Einblicke in das Schaffen unbekannterer italienischer Zeitgenossen zu geben, deren Werkerschließung sich das Ensemble auf die Fahnen geschrieben hat. 

Mit Händels Arie Vedrai s‘a tuo dispetto aus seiner ersten Oper Almira hatte sich das siebenköpfige Ensemble einen kraftvollen Einstieg ausgesucht, mit dessen Koloraturen Sopranistin Marie Jaermann schon einen Ausblick auf das gab, womit sie bereits in der Aula der Universität ein Glanzlicht gesetzt hatte: Auch in der Gutsscheune war die Arie Sdegno, amore fanno guerra a questo core aus Arianne in Creta strahlend schön, vielleicht aufgrund der Nähe zum Publikum noch ein bisschen intensiver in der Wirkung. 

Auch Giovanni Battista Graziadio am Fagott bescherte seinem Publikum in der vollen Scheune besondere Konzertmomente: In Ferdinando Lizios Concerto für Fagott, Violine und Basso continuo lieferte er sich mit den sehr lebhaft aufspielenden Violinistinnen Katia Viel und Lathika Vithanage temperamentvolle Dialoge, im Largo stach er mit dynamisch sehr gut nuancierten Figurationen hervor, die durch die sparsame Begleitung noch an Ausdruckskraft gewannen. Insbesondere hier hat das Ensemble aus Freunden gezeigt, wie gut es miteinander kommunizieren kann.

Das war natürlich vor allem dem hellwachen Buccarella zu verdanken, der das Geschehen vom Cembalo aus dirigierte und den auch rasante Sequenzen nicht davon abhielten, Augenkontakt mit den Ensemblemitgliedern zu halten. Übrigens war die Gesamtleistung umso bemerkenswerter, weil es in der Scheune ziemlich kalt war – eine harte Probe für Finger und Instrumente, der sich das AbChordis Ensemble souverän gewachsen zeigte. 

Von Jonas Rohde

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