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Händel-Festspiele in der Bayreuth-Liga

Göttingen vom Bund gefördert Händel-Festspiele in der Bayreuth-Liga

Die Händel-Festspiele haben im Jahr 2015 erstmals einen eigenen Titel im Bundeshaushalt. Der Bund stellt 300 000 Euro bereit. Die Festspiele in Göttingen und Halle erhalten jeweils 150 000 Euro.

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Bei den Internationalen Händel-Festspielen Göttingen 2013 umjubelt: die Oper „Siroe, Re die Persia“.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Tobias Wolff, Geschäftsführender Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen zeigte sich sehr erfreut über die Zusage. In den vergangenen Jahren seien jährlich 50 000 Euro an Projektförderung beantragt und bewilligt worden.

„Aber wir mussten immer zittern, ob am Jahresende Mittel übrig bleiben“, erklärt Wolff. Der eigene Haushaltstitel garantiere frühzeitige Planungssicherheit. Die jetzt zugesagte Fördersumme macht immerhin nahezu zehn Prozent des gesamtem Festspiel-Etats von rund 1,7 Millionen Euro aus.

Das Aufstocken der finanziellen Unterstützung sei vor allem auch wegen der aufwändigen Opernproduktion für das Festival, das vom 14. bis 25. Mai 2015 läuft, notwendig gewesen, erläutert Wolff. Auf dem Programm stehe mit „Agrippina“ eine sehr groß  besetzte Oper. Daher müssten mehr Gagen gezahlt und zusätzliche Kostüme hergestellt werden. Auch sehe die Planung für diese Produktion eine spektakuläre Licht- und Videotechnik vor wie sie in Göttingen noch nicht zu sehen gewesen sei.

Die Förderung durch den Bund sei ohne die Kooperation mit den Festspielen in Halle nicht möglich gewesen, meint Wolff. Beide Festivals seien für die Händel-Pflege in Deutschland zuständig.

Eines der weltweit ältesten Festivals für Barockmusik

Mit der eigenen Haushaltsstelle sind die Festspiele auch in eine andere Liga aufgestiegen. Nur wenige Institutionen, die sich um die Pflege Alter Musik verdient machen, werden auf diese Weise vom Bund unterstütz, darunter die Richard-Wagner-Festspiele Bayreuth, die Donaueschinger Musiktage und die Ständige Konferenz Mitteldeutscher Barockmusik.

Eingesetzt für die Festspiele haben sich die Göttinger Bundestagsabgeordneten Thomas Oppermann (SPD) und Fritz Güntzler (CDU). „Die Mittel werden der exzellenten und international hochgeachteten Barockmusik in Göttingen und Halle einen Schub geben“, prognostizieren die Politiker in einer gemeinsamen Presseerklärung.

Die Göttinger Festspiele seien eines der weltweit ältesten Festivals für Barockmusik. Jahr für Jahr werde es zum Anziehungspunkt für Besucher aus aller Welt. „Deshalb sind die Festspiele nicht nur kulturell, sondern auch wirtschaftlich enorm wichtig für Göttingen“, teilen Oppermann und Güntzler mit.

Ob der Haushaltstitel auch in den folgenden Jahren Bestand hat, ist nicht gesichert. Ziel sei es, so Oppermann, die Festspiele dauerhaft abzusichern. Wolff allerdings blickt optimistisch in die Zukunft. „Da ein Haushalt meist auf der Basis der Vorjahre aufgestellt wird, stehen aus meiner Sicht die Chancen gut, dass wir auch zukünftig bedacht werden.“

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