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Solamente Naturali bei den Göttinger Händel-Festspielen

Kleine Denkwürdigkeiten Solamente Naturali bei den Göttinger Händel-Festspielen

Miloš Valent kann Geige spielen, als hätte er den Teufel im Nacken. Der Musiker aus Bratislava hat mit seinem Ensemble Solamente Naturali die Burg Hardeg besucht und nicht nur mit einem hochinteressanten Programm, sondern auch mit ausgelassener Stimmung begeistert.

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Miloš Valent

Quelle: Theodoro da Silva

Hardegsen. Das zweite Konzert der Reihe Festspielorchester im Fokus der Händel-Festspiele haben er und seine sechs Musiker einzig mit Stücken aus der Sammlung von Anna Szirmay-Keczer bestritten. Die Sammlung aus dem 17. Jahrhundert enthält Tänze und Lieder aus der Slowakei, deren Trinklieder so bildhafte Namen tragen wie „Die Straße ist nicht breit genug für mich zum Gehen“. Überliefert ist die Sammlung mit der Notiz, dass es sich um „slowakische Volksweisen und andere kleine Denkwürdigkeiten“ handelt. Die „kleinen Denkwürdigkeiten“ haben die Musiker von Solamente Naturali in ebenso denkwürdiger Weise auf die Bühne des randvollen Muthaussaals gezaubert. Valent konnte seine Liebe zur Improvisation und Folklore voll ausspielen – keine Selbstverständlichkeit, denn normalerweise ist der Violinist eher mit Werken Hummels oder Bachs unterwegs. Die Sammlung Szirmay-Keczers ist gleichzeitig auch seine jüngste Einspielung, und man merkt, dass es sich um ein Herzensprojekt handelt.

 
Begleitet wurde er von einem Ensemble aus Multiinstrumentalisten, die verschiedene Instrumente dieser Zeit zum Klingen brachten. Allesamt mit tollem Spiel und viel Humor. Wer zumindest Valent noch mal in anderem Kontext erleben möchte, hat dazu am Freitag Gelegenheit: Dann ist er mit der Mezzosopranistin Markéta Cukrová in der Aula der Universität zu hören. Zwar ohne Trinklieder, aber dafür mit Werken von Händel, Vivaldi, Fasch und anderen.

Von Jonas Rohde

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