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Die Grätsche des Komponisten

Internationale Händel-Festspiele Die Grätsche des Komponisten

Ein Stück zu entwickeln, das das Leben Händels, seine Zeit und seine Musik zusammenbringt: Das war der Plan, den Tobias Wolff, Intendant der Internationalen Händel-Festspiele Göttingen, und Ruth und Heiko Brockhausen vom Theater der Nacht ausgeheckt haben. Derzeit laufen die Proben zu „Händels Hamster“.

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Regisseur Neville Tranter.

Quelle: Heller

Northeim. Der Komponist Georg Friedrich Händel hat ein großes Klappmaul. Jedenfalls auf der Bühne im Theater der Nacht. Die Puppenspielerin Ruth Brockhausen führt die lebensgroße Figur. Sie probt mit Heiko Brockhausen, der einen Stoffhamster führt und ihm Stimme gibt. Regie führt Neville Tranter, ein in den Niederlanden lebender Australier und anerkannter Meister des Figurentheaters mit Klappmaul-Puppen. Tranter ist regelmäßig mit eigenen Produktionen im Programm der Göttinger Figurentheatertage vertreten. „Er hat die Klappmaul-Figuren aus der Comedy- und Kabarettecke herausgeholt,“ erläutert Heiko Brockhausen. Er und seine Ehefrau hatten bei ihm einen Workshop mit solchen Figuren belegt. „Wir müssen ja alles ausprobieren“, sagt Heiko Brockhausen. Anschließend fragten sie an, ob er die Regie für das Händel-Projekt übernehmen wolle. Und wie startete dann die Arbeit an dem Händel-Stück? „Mit einem guten Gläschen Wein“, sagt Heiko Brockhausen lachend. Im Gespräch legte das Trio fest, welche Charakterew vorkommen, welche Konflikte ausgetragen werden sollten und welche Episoden interessant seien. „Viel Fantasie“, aber auch viel historische Fakten steckten jetzt in dem Stück, erklärt Tranter. Heiko Brockhausen ergänzt: „Die Figuren, die vorkommen, hat es alle gegeben.“ Und Ruth Brockhausen fügt an: „Ob sie alle diese Charaktere hatten, wissen wir natürlich nicht.“

Die Geschichte befasst sich mit Händels Zeit in London bis zum Entstehen der Krönungsmusik „Zadok the Priest“, die noch heute bei der Krönung englischer Monarchen gespielt wird. Großes Thema sei „Händels Grätsche zwischen Kunst und Kommerz“, so Ruth Brockhausen. „Und die Beziehung zwischen Händel und seinem Hamster“, sagt Tranter.

Nach ersten bis zu viertägigen Probeblöcken und einer gemeinsamen Woche im Januar arbeiten die Drei jetzt zweieinhalb Wochen bis zur Premiere an der Produktion. Und Neville verrät schon mal: „Das Ende der Geschichte ist sehr fröhlich.“

Die Inszenierung „Händels Hamster“ hat am Freitag, 22. April, um 18 Uhr Uraufführung im Theater der Nacht, Obere Straße 1 in Northeim. Diese Vorstellung ist ausverkauft. Weitere Aufführungen: 23., 24. April und 8. Mai im Theater der Nacht sowie am 7. und 15. Mai im Lumière, Geismar Landstraße 19. Karten gibt es in den Tageblatt-Geschäftsstellen, Weender Straße 44 in Göttingen und Marktstraße 9 in Duderstadt.

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