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Arien ohne Worte

Ensemble „L’Aura Rilucente“ in Duderstadt Arien ohne Worte

„Verbindungen“ heißt das Thema der diesjährigen Händel-Festspiele. Das Ensemble „L’Aura Rilucente“ beleuchtete die Verbindung Händels mit dem Librettisten und Komponisten Nicolo Francesco Haym am Montag in einem Konzert im Ursulinenkloster.

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Händel-Festspiele: "Haymarket, 1713" mit dem Ensemble L'Aura Rilucente im Ursulinenkloster Duderstadt.

Quelle: NR

Duderstadt. Haym schrieb die Libretti zu etlichen Opern Händels, zuerst „Teseo“, uraufgeführt 1713 im Queen’s Theatre am Haymarket, später „Rodelinda“, „Tamerlano“, „Ottone“ und andere. Dass Haym darüber hinaus auch ein solider Komponist war, zeigten die fünf Kammermusiker – die sich 2011 in Mailand zusammengefunden haben – in ihrem Konzert eindrucksvoll.

Ihr Programm hatten sie aus je zwei Triosonaten von Telemann, Haym und Händel zusammengestellt. In dieser Einbettung konnten Hayms Triosonaten durchaus bestehen. Gern schreibt Haym fugierte Passagen, die freilich ein wenig schulmeisterlich wirkten. Aufgelockert wurde deren kontrapunktische Strenge durch wunderschöne instrumentale Arrangements dreier Händelscher Opernarien.

Im Ensemble steht den beiden Soloviolinen eine üppig besetzte Continuogruppe gegenüber. Sie wartet neben Cello und Cembalo/Orgel sogar mit einer Harfe auf, die aber klanglich eher ein Schattendasein führte. So kultiviert und ausdrucksstark die fünf Musiker spielten, so gleichförmig war der Gesamtklang, in dem sich der virtuose Primarius Heriberto Delgado Gutiérrez gern energisch in den Vordergrund spielte. Der warme, kantable Ton seiner Kollegin Sara Bagnati konnte nur in den drei Arien blühen. Und auch dem Cello, das sich bescheiden im Hintergrund hielt, hätte man gern etwas mehr Rampenlicht gegönnt. Viel Beifall, zwei Zugaben.

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Von Redakteur Michael Schäfer

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