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Bach und Händel im Wettstreit

Göttinger Händel-Festspiele Bach und Händel im Wettstreit

Von einem solchen Wettstreit haben bereits die Zeitgenossen geträumt. Die Leipziger Camerata Bachiensis ließ beim Stiftungskonzert in der vollbesetzten Göttinger Universitätsaula die Komponisten Georg Friedrich Händel und Johann Sebastian Bach gegeneinander antreten.

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Bach begegnet Händel: Stiftungskonzert der Leipziger Camerata Bachiensis in der Aula der Uni Göttingen.

Quelle: PH

Göttingen. Ein Messen der Kräfte in den Disziplinen Sonate, französische Suite und italienische Kantate: Das war die Idee von Händelforscher Prof. Hans Joachim Marx. Die Stiftung Internationale Händel-Festspiele Göttingen setzte sie anlässlich des 80. Geburtstags des Wissenschaftlers, der ihrem Stiftungsrat vorsitzt, um. Sie verpflichtete dazu die Leiziger, die vor zwei Jahren bei der Göttinger Reihe Historische Musik den Publikumspreis geholt hatten.

Den Aufschlag machte Bach mit seiner Sonate G-Dur. Faszinierend war insbesondere der dritte Satz, wo dem Zuhörer bei den überraschenden Wendungen in der Harmonik fast die Luft weg blieb. Violinistin Anne Kaun hielt die langsamen Töne des Werks beeindruckend lang. Expressiver gestaltete sich Händels Sonate c-Moll. Roberto De Franceschi überzeugte an der Oboe. Das Barockinstrument verfügt über weniger Klappen als moderne Varianten. Der Musiker muss die Tonhöhe mit dem Mund ausgleichen.

Bachs angenehm zu spielende Suite h-Moll und Händels fordernde, laute, schnelle Suite g-Moll interpretierte Cembalistin Julia Chmielewska-Ulbrich. Ein Genuss!

Italienische Kantaten hat Bach nur wenige geschrieben. Marx wählte „Non sa che sia dolore“ aus, eine Auftragsarbeit für Studenten, die sich mit dem Werk von einem der ihren verabschiedeten. Sopranistin Joowon Chung sang mit der Traversflöte im Duett. Ihrer beeindruckenden Emotionlität konnte sie in Händels dramatischer Kantate „Armida abbandonata“ (verlassene Armida), ganz anders Ausdruck verleihen.

Die Musiker, darunter Magdalena Schenk-Bader (Violine), Philpp Weihrauch und Isolde Winter (beide Violoncello), erhielten kräftigen Applaus.

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