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Gereon Klug liest aus „Low Fidelity“ in Göttingen

Hansdampf mit Göttinger Vergangenheit Gereon Klug liest aus „Low Fidelity“ in Göttingen

Gereon Klug ist das, was man einen Hansdampf nennt. In Göttingen hat er studiert, dann einen Plattenladen übernommen. Er war Tourmanager von Rocko Schamoni und machte in Hamburg wieder einen Plattenladen auf. Um den zu bewerben, schrieb er Newsletter. Die sind nun in Buchform erschienen. Beim Literaturherbst las er daraus.

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Gereon Klug       

Quelle: Pförtner

Göttingen. Es war so eine Art Familientreffen am Mittwochabend im Alten Rathaus. Eine Reihe ehemaliger Kunden seines Göttinger Geschäfts wird unter den Besuchern in der eher sparsam besetzten Rathaushalle gewesen sein. Und die hörten zu Beginn einer um viele Anekdoten angereicherte Lesung erst einmal Musik, ein Lied von DJ Koze: „Hey, was fühlst du, bist du nice angegeilt, hey, du bist mein geiler Digga, bist du.“ Der DJ ist Hamburger Musiker, in Klugs Geschäft wird nur Musik von Hamburger Künstlern oder Labels aus der Hansestadt angeboten. Den Literaturherbst würdigte Klug dann als „meinen alten Feind, den ich immer bekämpft habe“. Er sei eben nie eingeladen worden.

„Lieber süßer Kunde, liebe sweete Kundin“ – so beginnt der erste Newsletter in dem Buch „Low Fidelity“, unterschrieben mit Hans E. Platte. Klug schrieb ihn am 4. März 2009, damals noch vor allem über neue Platten. „Das wurde mir immer langweiliger“, erklärte Klug. Folglich habe er geschrieben, was ihm „eben durch den Kopf ging“, die Musikneuigkeiten einfach drangehängt. Das Ergebnis: meist eine Aneinanderreihung absurder Sätze, manchmal witzig, manchmal skurril.

Klug, ein ausgewiesener Musikkenner, ist schon lange mit Schamoni, mit Studio Braun und Fraktus verbunden, jenen Projekten, die Schamoni unter anderem mit dem Heinz Strunk umsetzt. Eben jene leicht trashige, leicht überhebliche Attitüde dieser Entertainer, Musiker und Autoren zeigt auch Klug. Seine Art zu lesen hat viel Ähnlichkeit mit der von Schamoni. Kein Wunder eigentlich. Die beiden haben wohl viel Zeit miteinander verbracht. Schamoni hat Klug in einem Interview einmal als Grund angegeben, warum er früher ab und an in Göttingen zu Besuch war.

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