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Fantasy-Autorin Victoria Aveyard im Alten Rathaus Göttingen

Figuren mit grauer Moral Fantasy-Autorin Victoria Aveyard im Alten Rathaus Göttingen

Die amerikanische Fantasy-Autorin Victoria Aveyard war zu Gast im Alten Rathaus, wo sie ihren Debütroman „Die Farben des Blutes: Die rote Königin“ vorgestellt hat. Die Veranstaltung, organisiert vom Göttinger Literaturherbst, wurde von Anna Herberhold moderiert. Die Schauspielerin Kathrin Müller-Grüß las aus dem Roman.

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Schauspielerin Kathrin Müller-Grüß, Autorin Victoria Aveyard und Moderatorin Anna Herberhold.  

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Die 25-Jährige Aveyard erzählt, dass sie schon immer Bücher habe schreiben wollen. In ihrer Kindheit schrieb sie Fan-Fiction zu den „Herr der Ringe“ – Büchern.

„Allerdings traute ich mir nicht zu, ein ganzes Buch zu schreiben“, sagt Aveyard. Sie habe nie geglaubt, überhaupt und dann so schnell Erfolg zu haben.

Der Jugendroman „Die rote Königin“ ist der erste Teil der vierbändigen Reihe. Er spielt im fiktiven Königreich Norta, das von Menschen mit rotem und silbernem Blut bewohnt wird. Die Silbernen haben übernatürliche Fähigkeiten und bilden deswegen die Herrscherkaste. Mare, eine Rote, entdeckt ihre Gabe, Dinge unter Strom zu setzen. Die Silbernen versuchen alles, um den Vorfall zu vertuschen.

Ihre Lieblingsfigur beim Schreiben sei der Prinz Maven, verrät Aveyard. „Ich habe eine Vorliebe für Figuren mit einer grauen Moral, die auch mal falsche Entscheidungen treffen. Ich liebe es, damit zu spielen“, erzählt Aveyard, die ein großer Fan der Fernsehserie „Game of Thrones“ und der X-Men-Filme ist. Diese Vorbilder sind deutlich in der Szene wiederzuerkennen, in der Mare ihre Fähigkeiten in einer lebensgefährlichen Situation entdeckt.

Die Autorin, die Drehbuchschreiben in Los Angeles studierte, schreibt immer chronologisch: „Ich erlaube mir nicht, tolle Szenen als erstes zu schreiben. Damit würde ich mir die Belohnung vorwegnehmen.“ Sie habe einen Friedhof in einer Excel-Tabelle angelegt. Dort notiere sie, welche Figuren in welchen Kapiteln gestorben seien. „Das ist ein bisschen traurig“, kommentiert Aveyard das Excel-Begräbnis.

Die Lesung war wenig dynamisch, da Aveyard aufgrund der Sprachbarriere nicht viel gesprochen hat. Herberhold dolmetschte und interviewte die Schriftstellerin souverän. Doch die Interaktion zwischen Autorin und Publikum blieb eingeschränkt. Der Applaus am Ende fiel verhalten aus.

Victoria Aveyard: „Die Farben des Blutes: Die rote Königin“, Carlsen Verlag, 512 Seiten, 19,99 Euro.

Von Jorid Engler

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