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Göttinger Literaturherbst auf der Zielgeraden

Wallraf, Weiler, Trojanow Göttinger Literaturherbst auf der Zielgeraden

„Mit Vernetzung zum Erfolg“ – so lautet das Motto des diesjährigen Göttinger Literaturherbstes. Was einst als elitäres, kleines Projekt begann, hat schon im vergangenen Jahr weiter Kreise gezogen.

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Quelle: Archiv

Göttingen. Dieses Jahr sind Autorengrößen, wie Günter Wallraff, Ilja Trojanow und Jan Weiler unter den Mitwirkenden. Eine große Themenbandbreite soll das Festivals im Oktober bieten. So versprechen sich die Organisatoren bei der Veranstaltung mit Weiler, der den Spiegel-Bestseller „Das Pubertier“ schrieb, eine humorvolle Veranstaltung für Eltern und ihren jugendlichen Nachwuchs. Tronjanow liest aus seinem neuen politischen Roman „Macht und Widerstand“, der in seiner Heimat Bulgarien spielt und als das Buch seines Lebens gehandelt wird.

Eine Diskussionsgrundlage wird Walraff mit der Vorstellung seiner Arbeit liefern. Der Enthüllungsjournalist und Schriftsteller prangert in seinen Reportagen und Publikationen soziale Missstände an. 

Mit knapp 10 000 Besuchern sind die Zahlen der Vorjahre 2014 um ein vielfaches übertroffen worden. Das sei nur durch ein großes Netzwerk möglich, erklärt Festivalsprecherin Yatiker Yildiz. Deshalb ist das erklärte Ziel in diesem Jahr, das Festival vor allem ins Umland von Göttingen zu bringen. „Damit der Strom nicht immer nur nach Göttingen fließt, sondern die Göttinger auch mal nach Einbeck oder Hann. Münden fahren, weil dort tolle Veranstaltungen stattfinden“, erklärt Gesa Husemann, die für die Programmkonzeption zuständig ist.

Besonderes Augenmerk legen die Organisatoren auf die Zusammenarbeit mit der Georg-August-Universität Göttingen. Nicht nur an die Reihe „Science and Arts“ Günter Wallraff, wollen die Festivalmacher angeknüpfen. Mit dem Kulturticket können Studenten viele der Veranstaltungen kostenlos besuchen, wenn am Abend freie Plätze zur Verfügung stehen. Außerdem bietet der Veranstalter jetzt ein mehrmonatiges Praktikum im Rahmen des Masterstudiengangs Kulturwissenschaften Anglistik an.

Als diesjährige Neuaufnahme stellt Yildiz auch die Planung eines Fördervereins heraus. Mitglieder würden das Programm schon vor der öffentlichen Bekanntgabe erfahren und andere Vorteile beim Literaturherbst erhalten.

Von Grafik-Novells über Lyrik bis zu Fußball soll es ein ausgewogenes Programm geben und das kulturelle Ereignis in Göttingen und seiner Umgebung noch stärker etabliert werden.

Von Leslie Wathsack

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