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Jojo Moyes präsentiert ihren neuen Roman „Ein ganz neues Leben“

Göttinger Literaturherbst Jojo Moyes präsentiert ihren neuen Roman „Ein ganz neues Leben“

An einem für eine Lesung ungewöhnlichen Ort stellte die britische Schriftstellerin Jojo Moyes ihren neuen Roman „Ein ganz neues Leben“ vor: in der Sparkassen-Arena, erstmals für eine Lesung genutzt, drängten sich am Dienstagabend mehr als 500 Zuhörer.

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Jojo Moyes

Quelle: Pförtner

Göttingen. „Wenn es langweilig wird, können wir ja ein bisschen Akrobatik machen“, scherzt Moyes. Aber die Atmosphäre ist mit gedämpften Licht stimmig. Und langweilig wird es ganz und gar nicht. Moyes erzählt im Gespräch mit Margarethe von Schwarzkopf erfrischend natürlich und unterhaltsam von ihrer Arbeit und dem neuen Buch. Die Schauspielerin Carolin Eichhorst liest die deutschen Passagen aus dem Buch.

Einsame Nachtschichten seien es gewesen, die aus der Journalistin Moyes eine Schriftstellerin machten. Ihre ersten drei Romane wurden nicht veröffentlicht, aber inzwischen ist sie eine der erfolgreichsten Autorinnen Großbritanniens. Vor allem „Ein ganzes halbes Jahr“ trug dazu bei, ihr Buch über die Liebe zwischen Louisa und Will, einem jungen Mann, der vom Hals an gelähmt ist und dem Louisa schließlich beim Selbstmord hilft.

Noch nie habe sie so viele Mails und Briefe bekommen, wie nach diesem Roman. Und fast alle wollten wissen, wie es mit Louisa weitergeht. Eine Fortsetzung aber hatte sie nicht geplant. Normalerweise, so erzählt Moyes, verabschiedet sie sich von ihren Charakteren, wenn das Buch fertig ist, aber Lousia blieb immer da.  Und eines Morgens habe sie plötzlich gewusst, wie es weitergeht.

Louisa kämpft in „Ein ganz neues Leben“ damit, über den Verlust von Will hinweg zu kommen. Nach außen funktioniert sie, „but behind closed doors, she is on the edge“, erklärt Moyes. Sie hat einen „Horrorjob“ in einer Bar am Flughafen von London und einen ungeheuren Verbrauch an Pinot Grigio. Erst als plötzlich Wills Tochter Lily auftaucht, eröffnet sich für ihr Leben eine neue Chance.

Moyes bevorzugt einen Mix aus Komödie und Tragödie. Die Leute, so sagt sie, akzeptieren Tragisches, wenn sie auch lachen dürfen. Moyes schreibt wundervolle Dialoge und ihre Bücher sind so, wie sie sich an diesem Abend zeigt: geistreich und sehr unterhaltsam.

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