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Rudolf Taschner beim Göttinger Literaturherbst

„Kurze Geschichte der Spieltheorie“ Rudolf Taschner beim Göttinger Literaturherbst

In seinem Buch „Die Mathematik des Daseins. Eine kurze Geschichte der Spieltheorie“ spannt der Autor, Rudolf Taschner, Professor am Institut für Analysis und Scientific Computing an der Technischen Universität in Wien, einen weiten Bogen vom 17. bis ins 20. Jahrhundert.

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Taschner liest in der Paulinerkirche.

Quelle: Hinzmann

Wien. Das Buch verwirrt den Leser in einem fort. Zum einen ist unklar, an welche Zielgruppe es sich richtet. Die Mathematikaffinen werden von den ausführlichen Erklärungen gelangweilt sein, so eingängig und heruntergebrochen sind sie. Andere werden eher abgeschreckt von den langen Rechenexempeln. Der rote Faden reißt durch Zeitsprünge und Personenwechsel, bei denen man zudem schnell den Überblick verliert, welche Figuren historisch sind und welche fiktiv. 

Der Autor vermag es nicht, Licht in die Vorgeschichte der Spieltheorie zu bringen. Stattdessen fischt er im Trüben von Glücksspielen und Kurvenberechnungen. Das Buch nimmt Fahrt auf, wenn sich Taschner endlich der Spieltheorie zuwendet wie sie Anfang des 20. Jahrhunderts von John von Neumann und Oskar Morgenstern begründet wurde. Ein Lerneffekt für den unbedarften Leser, der bis dato die Spieltheorie nur mit dem Mathematiker John Nash verknüpfte, der im Spielfilm „A Beautiful Mind“ porträtiert wurde.

Der etwas großspurige Titel hält sein Versprechen nicht. Im Zweifelsfall wird nicht gerechnet, sondern gewürfelt.

Rudolf Taschner: „Die Mathematik des Daseins. Eine kurze Geschichte der Spieltheorie“, Hanser, 256 Seiten, 21.90 Euro.

Der Autor liest während des Göttinger Literaturherbstes am Dienstag, 13. Oktober, um 19 Uhr in der Paulinerkirche, Papendiek 14.

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