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NDR 2 Soundcheck: Josef Salvat begeistert im Jungen Theater Göttingen

Große Geste NDR 2 Soundcheck: Josef Salvat begeistert im Jungen Theater Göttingen

Kleiner Mann, große Ohren, große Geste, großes Konzert: Das, was Josef Salvat am Freitag im Jungen Theater abgeliefert hat, ist das, was für das NDR2-Soundcheckfestival steht: Junge, gute und innovative Musik.

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Josef Salvat

Quelle: CR

Göttingen. Wer braucht eigentlich Rihanna? Wenn der 26-jährige Australier, der in London lebt, den Song Diamonds singt, wird daraus etwas viel Schöneres. Salvat hat einfach Attitüde. 

 

 

Er ist klein und schmal, der Mann im Hahnentritt-Hemd, mit lässigem Hüftschwung, tollem und dramatischem Augenaufschlag. Zu übersehen ist er trotzdem nicht. Zu überhören erst recht nicht. Seine Songs sind ausgetüftelte kleine Werke, mit Bass, Gitarre, Drums und Keyboard begleitet und oft mit Samples unterlegt. Mal haucht er laszive Passagen wie einst Sinatra oder Astaire. Vermutlich haben seine Eltern ihn nicht nur mit klassischer Musik großgezogen, sondern auch auch mit Chris Isaak.

 

 

Manchmal klingen seine ruhigen Songs, als würde er zu später Stunde in einer Kaschemme der 1950-er Jahren den Rausschmeißer-Song schmachten. Meistens aber nehmen seine Songs kräftig an Dramatik zu. So wie seine Gesten. Vermutlich hörten die Eltern auch The Smiths. Salvat kann auch Disco, dann kippt seine Stimme in Bee Gees-Höhen und die Beats lassen die Scissor Sisters erblassen. Das Lied "Hustler" hat Salvat bereits vor acht Jahren geschrieben. Schlicht aber sexy. Die neuen Stücke, wie das erstmals gespielte "Paradise", sind oft druckvoller und mit 1980er-Jahren-Anklängen. 

 

Kein Stück langweilig: Josef Salvat ist ein echter Newcomer, mit knapp 38.000 Facebookfans. Kollege James Bay hat 445.000. Das wird nicht lange so bleiben.

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