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Entscheidung im Wettbewerb „Rock am Kaufpark“

Sieg für „Treehouse“ Entscheidung im Wettbewerb „Rock am Kaufpark“

Zum achten Mal ist am Sonnabend der Nachwuchswettbewerb „Rock am Kaufpark“ ausgetragen worden, für den sich knapp 20 Bands beworben hatten. Am Finale haben vor mehr als 4500 Zuhörern die drei Bands „Tree­house“, „Paddys Funeral“ und „Nullkommanix“ teilgenommen. Sieger wurde nach dem Votum der fünfköpfigen Jury die Gruppe „Treehouse“.

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So sehen Sieger aus: Gabriel Dyczmons und Julian Heyden von der Rock-Pop-Band „Treehouse“.

Quelle: Heller

Ihr Stil: eine Mischung aus Alternative und Punk-Rock. „Tree­house“ gewinnt einen Tag in den Peppermint-Studios in Hannover und einen Auftritt beim KWP-Festival.

Der Musiker-Nachwuchs der Region ist am Sonnabend, 31. Juli, beim 8. Rock am Kaufpark in den Wettstreit getreten. Mit „Treehouse“, „Paddys Funeral“ und „Nullkommanix“ gab es einen schönen Querschnitt der vielschichtigen Göttinger Bandszene zu sehen – und alle drei Bands gaben alles.

Viel los ist um 20 Uhr noch nicht, doch vor der Bühne stehen schon ein paar Mädchen mit selbst gemalten „Tree­house“-Shirts. Sie werfen noch die letzten kritischen Blicke auf ein Plakat aus Tonpapier – Fans hat die erste Band des Abends also schon.

Die Jungs von „Treehouse“ wirken erst noch nervös, finden dann aber schnell in ihre Routine. Zu Recht: Ihre Mischung aus Alternative- und ein bisschen Punkrock kommt an, die durchdachten Gitarrenharmonien und mehrstimmigen Gesangsmelodien können begeistern. So gelingt ihnen ein ganz besonderes Kunststück: Auf die Bitte hin, den Raum vor der Bühne zu befüllen, machen tatsächlich alle ein paar Schritte nach vorn. Das sieht man selten.
Während der Umbaupausen verkürzt die „Funk Society“ von der Tanzschule Krebs die Wartezeit mit Hip-Hop- und Jumpstyle-Vorführungen. Moderator Crazy Olli hingegen strengt mit seinem Gequatsche eher an. Da freut man sich, dass „Paddys Funeral“ mit einer verpunkten Version von Danzigs „Mother“ schon den Soundcheck zur Show machen. Folkpunk machen sie, so Crazy Olli. Eine Prise Metal ist wohl auch dabei.

"Nullkommanix "

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Sänger und Multinstrumentalist Jan jagt in Schottenrock und Guinness-Shirt über die Bühne, und bei Songs wie „Blood, Sweat and Beer“ weiß man auch schnell, woran man ist. An einem fetten Partyzug nämlich, angeführt von einer bestens aufgelegten Band. Wie es sich gehört, kommen mit Tin Whistles, Mandoline und Geige auch melancholische Regungen dazu, die in ausufernden „Whisky in the jar“-Gesängen ertränkt werden. Die mittlerweile recht eng stehenden Zuschauer feiern und singen gerne mit. Kaufpark-Chef Andreas Gruber hat 4500 Gäste gezählt, gefühlt aber, so Tageblatt-Redakteur und Juror Peter Krüger-Lenz, seien es noch weit mehr gewesen: „2010 war es am vollsten in der achtjährigen Rock-am-Kaufpark-Geschichte überhaupt“, resümiert er.

Bleiben noch „Nullkommanix“, die einen dritten Planeten der Rock-Galaxie repräsentieren: poppiger Punkrock. Ebenfalls top motiviert feuern sie ihre Songs aus der Hüfte, springen und lassen springen, denn auch bei Band Nummer drei ist das Publikum bereit, ordentlich mitzumachen. Nullkommanixens deutsche Texte handeln derweil von Sommer, Mädchen, Skateboards und dem Wunsch, niemals erwachsen werden zu müssen.

Die Wartezeit bis zur Entscheidung der Jury versüßen die Berliner „5Bugs“, die schnoddrig-sympathisch die Bühne zerrocken und mit ihrem heftigen Alternative/Emo/Punk-Rock schnell einen Pogo vor der Bühne anzetteln. Und nicht zuletzt für die großartige Version von Peter Fox’ „schwarz zu blau“ verdienen sie Lob.

Doch es geht ja um die Göttinger Musiker, und die auf die Bühne zitierte Jury macht es nicht lange spannend. „Treehouse“ gewinnen – und dürfen somit nicht nur einen Tag ins Aufnahmestudio, sondern auch direkt noch mal auf die Bühne. Sichtlich gelöst und glücklich hauen sie noch einen Kurzgig raus und dürfen sich ein zweites Mal über die gereckten Arme ihrer Fans freuen.

  Rock am Kaufpark
  Im Wettbewerb „Rock am Kaufopark“ durften sich nur Band aus der Region bewerbens, die nicht nicht länger als vier Jahre zusammen spielen. Im Repertoire waren einige Covers erlaubt, den Hauptteil aber sollten eigene Songs bilden. Einsendeschluss war der 4. Juni 2010. Beworben hatten sich knapp 20 Bands, aus denen die Jury Ende Juni die drei Finalisten ausgewählt hat. Die Jury des Wettbewerbs, der 2010 bereits zum achten Mal ausgetragen wurde, bestand aus einem Musiker der Vorjahres-Siegerband „Midas Inc.“, Michael Schluff vom Rockbüro, Julia Willkomm (Hitradio Antenne), Tageblatt-Redakteur Peter Krüger-Lenz und einem von der Sparkasse Göttingen entsandten Jury-Mitglied. el

Helge Dickau

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Rock am Kaufpark

Fast 20 Bewerbungen waren eingegangen, drei Bands haben die Jury des Göttinger Tageblatts überzeugt: Treehouse (Rock), Nullkommanix (Pop-Punk) und Paddy’s Funeral (Folk-Punk) heißen die Teilnehmer des Wettbewerbs Rock am Kaufpark.

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