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"Unsere Schauspieler": Benedikt Kauff über Muskulatur, Wien und Mannheim

Lampenfieber in Schüben "Unsere Schauspieler": Benedikt Kauff über Muskulatur, Wien und Mannheim

Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor. Heute: Benedikt Kauff.

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„Erst eine Ausbildung?“

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Dass Benedikt Kauff Schauspieler wird, war nicht immer so klar. Nach der Schule absolvierte er nämlich zuerst eine Ausbildung zum Kaufmann für Bürokommunikation beim ZDF in seiner Geburtsstadt Mainz. Später arbeitete er dort auch als Verwaltungsassistent. „Ich habe kein Abitur“, sagt Kauff. Und: „Ich wollte eine Fernsehkarriere.“

Vor seiner Ausbildung habe er in einem Jugendclub Theater gespielt, berichtet Kauff. Dort sei wohl der Wunsch geboren, Schauspieler zu werden. An der Hochschule für Musik und Theater schaffte er schließlich die Aufnahmeprüfung. Zwei Jahre währte das Grundstudium, das dritte Jahr verbrachte er im Schauspielensemble in Dresden. Später arbeitete er einige Monate beim Theater der Jugend in Wien. Eine schöne Stadt? „Ich habe mich da nicht so wohl gefühlt“, sagt Kauff. „Ich brauche die Wiener nicht.“ Man sei da der Deutsche. Wenn er eine deutsche Zeitung gekauft habe, habe sich gleich die ganze Schlange nach ihm umgedreht. Auch in Mannheim arbeitete er. „Eng und schwül“ sei es dort gewesen. „Ich war zur Sommerzeit in Mannheim.“ Und bekommt man etwas von den Söhnen Mannheims mit? „Mehr als man möchte.“

kul_KauffDeutsches TheaterSchauspieler Benedikt KauffSerie "Unser Schauspieler"

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Schauspielern sorgen sich meist um ihre Fitness, auch Kauff. Er trainiere „jeden Tag die Bauch- und Beinmuskeln, damit sie nicht so schlaff herunter hängen“. Seine Beschäftigung unmittelbar vor einer Premiere? „Ich kümmere mich um meine Familie, die aus Mainz angereist ist“, erklärt der Schauspieler. Und verfolgt ihn Lampenfieber? „Ja! Am Premierentag kommt es immer in Schüben.“ Im Anschluss an die Premiere versuche er dann, erstmal runterzukommen. Und zu essen. „Ich habe dann meistens sehr viel Hunger.“ Den Urlaub verbringt Kauff gerne in Südtirol, Dänemark oder andernorts an der Ostsee. „Ich ziehe es durch, sechs Wochen nichts mit dem Theater zu tun zu haben.“Uns Kauffs Beschäftigung dann? „Ich liege am Strand zu lese etwas.“

Beim Essen würde sich Kauff für den Salat, nicht für die Schweinshaxe entscheiden. „Das ist gut für die Linie.“
Nebenher verfasst Kauff noch Texte für die Huffington Post, einen Blog. Über die Qualität regionaler Kulturberichterstattung hat er dort beispielsweise geschrieben. „Geschichten habe ich immer schon geschrieben. Ich greife Themen auf, die mich selbst interessieren.“

Benedikt Kauff
Geboren: 1985 in Mainz
Ausbildung: Leipziger Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy”
Status: der Engagierte.

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