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Unsere Schauspieler: Florian Eppinger, Schauspieler am Deutschen Theater

Tageblatt-Serie Unsere Schauspieler: Florian Eppinger, Schauspieler am Deutschen Theater

Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor, die hier arbeiten.

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Quelle: Pförtner

Göttingen. Florian Eppinger ist der Mann für die großen Rollen auf der Bühne des Deutschen Theaters – oder an anderen Spielorten in der Stadt. In der Jacobikirche spielte er den „Jedermann“ in einer Inszenierung von Intendant Mark Zurmühle. Der richtete auch die beiden Teile von Goethes „Faust“ in der Lokhalle mit Eppinger als sehr männlicher, sehr präsenter Titelfigur ein. Einen Bilderbuchherzog – groß, breitschultrig, entscheidungsfreudig – gab er in „Torquato Tasso“. In der aktuellen Spielzeit sehen wir den 50-Jährigen als gereiften Tom Sawyer und brillant als Miss Mabel und Oscar Wilde in „Der ideale Gatte“.

Seit 15 Jahren schon ist Eppinger fest am DT engagiert, normaler Weise der Übergang zur Unkündbarkeit. Die Künstlergewerkschaft lasse hier eine Ausnahme zu, erklärt er. Noch vier Jahre lang könne eine Aufschiebeklausel in den Verträgen wirksam werden. „Ein Probezeit nach 15 Jahren am Theater? – Erbärmlich“, sagt der streitbare Schauspieler mit dem politischen Bewusstsein. Er tauchte schon auf Listen der Grünen für Wahlen zum Göttinger Stadtrat auf.

Wohl fühlt Eppinger sich hier. Sein beiden Kinder sind in Göttingen geboren. Doch geboren ist Eppinger in Stuttgart. Im Schwäbischen verbringt er auch seine Urlaube. Zum Arbeiten fahre er in den Ferien dorthin. Denn die Eltern besitzen eine Wassermühle, gemeinsam mit seinen beiden Brüdern werkelt er an dem Gebäude, an dem immer etwas zu reparieren ist. Einmal trat Eppinger bei einer kleinen DT-Produktion in der Theaterschlosserei auf – mit seinem Saxophon.

Ist er also auch eine Musiker, zumindest einer, der das Instrument hobbymäßig spielt? Eppinger lacht. Eine Stunde habe er bei einem Freund Musikunterricht genossen, zu mehr sei keine Zeit gewesen damals. Zeit hat er jetzt allerdings für seine erste ernsthafte Regie. Zurmühle habe Vorbehalte gehabt, jemanden aus dem Ensemble inszenieren zu lassen, sagt Eppinger.

Am Sonntag, 1. März, hat er um 20 Uhr Premiere mit „Das Fräulein Pollinger“ von Traugott Krischke nach Ödön von Horváth Premiere im Studio des Deutschen Theaters, Theaterplatz 11. Kartentelefon: 05 51 / 49 69 11.
 

©Pförtner

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