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Unsere Schauspieler: Gerd Zinck

Tageblatt Serie Unsere Schauspieler: Gerd Zinck

Zwei Theaterhäuser stehen in Göttingen. Dazu kommen professionell arbeitende freie Theater und ein studentisches. Eine Tageblatt-Serie stellt die Schauspieler vor.

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Gerd Zinck

Quelle: Hinzmann

Göttingen. Zu behaupten, Gerd Zinck gehöre schon fast zum Inventar des Deutschen Theaters (DT), zielt weit daneben. Richtig ist allerdings, dass der Schauspieler schon seit 15 Jahren zum DT-Ensemble gehört, falsch dagegen, ihn für einen Akteur zu halten, der routiniert seinen Job erledigt. Gerade unter dem neuen Intendanten Erich Sidler erlebt Zinck einen Schub. Hat Sidler auch ein neues Lebensgefühl gebracht? Ein Aufatmen sei schon spürbar gewesen, erklärt Zinck und fügt an: „Das ist aber auch normal.“ Erschöpfung habe es gegeben. „Dann kommt ein Neuer, der neuen Elan mitbringt.“

 

Foto: Hinzmann

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Gerne würde Zinck weiterhin in dem Haus am Wall arbeiten, „aber nicht bis an mein Lebensende“. Zinck ist Vater zweier Kinder, fünf und zehn Jahre alt. Lustig seien sie – und frech, sagt Zinck. Viel Spaß bereite ihm der Nachwuchs, aber auch Sorgen. Für sportlich hält er sich nicht, aber „Kicken mit den alten Säcken aus der Theatermannschaft, das macht viel Spaß“. Seine Aufregung vor der Premiere bekämpft Zinck mit Kaffee trinken und Zigaretten rauchen, Selbstgedrehte natürlich. Und nach der Premiere? „Trinken“, sagt Zinck und schmunzelt. Ob er lieber Gauß oder Humboldt wäre? Zinck überlegt kurz. „Gauß“, sagt er. „Er ist der lustigere, ich bin nicht so griesgrämig.“ Vielleicht verbindet Zinck auch das Bodenständige mit dem großen Mathematiker. „Ich bin nicht so abenteuerlustig“, antwortet Zinck auf die Frage, warum das DT bislang seine erste und einzige Theaterstation ist. „Göttingen ist eine gute Station. Man kann sich super streiten und wieder freuen.“ Und: „Ich habe mich hier lange entwickeln können.“

 
Bei der fulminanten DT-Party sah man Zinck hinter dem Tresen beim Ausschenken von Getränken. Eher Lust? Oder Last? Ganz klar: „Lust. Ausschenken macht Spaß.“ Mit Ilja Richter spielte er gemeinsam in Shakespeares „Richard III.“. Was verbindet Zinck mit dem Namen Richter? Als er abgereist war, sei die Krone nicht mehr auffindbar gewesen, die der ehemalige Moderator der TV-Sendung „Disco“ bei den Vorstellungen getragen habe – „so geht die Legende“, sagt Zinck. Kurz und bündig beantwortet er schließlich die Frage „Uno oder Schach?“ „Uno mit Oskar.“ Das ist sein Sohn.
Gerd Zinck
Geboren: 11. August 1971
Ausbildung: Hochschule für Musik und Theater Hannover
Status: neuer Schwung

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