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92.000 Kunstwerke im virtuellen Kabinett

Herzog-Anton-Ulrich-Museum 92.000 Kunstwerke im virtuellen Kabinett

Das Herzog Anton Ulrich-Museum und die Wolfenbütteler Herzog August Bibliothek haben am Freitag eine überarbeitete Version ihres „Virtuellen Kupferstichkabinetts“ vorgestellt. Rund 92.000 Kunstwerke seien inzwischen digitalisiert, sagte Museumsdirektor Jochen Luckhardt.

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Quelle: r

Braunschweig.  Nutzer hätten einen freien Zugang zu den Druckgraphiken und Zeichnungen aus den historisch verbundenen Sammlungen der Herzöge von Braunschweig-Wolfenbüttel und somit zu einem der weltweit differenziertesten Angebote auf diesem Gebiet.

Mittlerweile könnten auch rund 11.000 Zeichnungen abgerufen werden, hieß es. Darunter seien Werke von Albrecht Dürer (1471-1528) oder Paul Cezanne (1839-1906). Neben einem neuen, „schlankeren“ Design sei die Seite nun auch auf Mobilgeräten nutzbar. Mit erweiterten Suchfunktionen könnten Besucher außerdem die Ergebnisse nach verschiedenen Kriterien, wie Künstlern, dargestellten Personen, der Herkunft oder Orten filtern.

Im Museum seien druckgraphische Blätter der italienischen, niederländischen und englischen Schule, darunter auch Werke von Rembrandt Harmenszoon van Rijn (1606-1669) digitalisiert worden. Der Leiter des musealen Kupferstichkabinetts, Professor Thomas Döring, hob die hohe Auflösung der digitalen Abbildungen hervor. „Man kann wunderbar hinein zoomen.“ Die Datenbank sei auf Augenhöhe mit den größten Graphiksammlungen der Welt.

Der Direktor der Herzog August Bibliothek, Professor Peter Burschel, sagte, neben der Qualität sorge die Masse der Werke dafür, dass die Forschungsdatenbank auch wissenschaftlich belastbar sei. Die digitale Sammlung sei fächerübergreifend beispielsweise für Literaturwissenschaftler, Vertreter der Kunstgeschichte oder Historiker relevant. „Es gibt unglaublich viele Interessen an den Quellen, die hier zur Verfügung stehen.“

In der Bibliothek sind den Angaben zufolge in den vergangenen drei Jahren vor allem Graphikbände und illustrierte Bücher aus dem 16. und 17. Jahrhundert digitalisiert und erschlossen worden. Dabei seien naturkundliche, zoologische und architekturhistorische Buchillustrationen ausgewählt worden, außerdem Porträts und historische Darstellungen. Durch die Digitalisierung könnten die teils weltweit einmaligen Bestände für die Forschung genutzt und gleichzeitig geschont werden.

Das „Virtuelle Kupferstichkabinett“ wurde 2007 gestartet. Bis 2011 wurden rund 40.000 Kunstwerke digitalisiert. Die Weiterentwicklung ab 2013 förderten das niedersächsische Ministerium für Wissenschaft und Kultur, die Volkswagen Stiftung und die Deutschen Forschungsgemeinschaft.

Von epd

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