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Grützke-Retrospektive in Chemnitz

Ausstellung Grützke-Retrospektive in Chemnitz

Rund 200 Werke des Berliner Künstlers Johannes Grützke (1937-2017) sind von Sonntag an im Museum Gunzenhauser in Chemnitz zu sehen. Grützke war im Mai kurz vor seinem 80. Geburtstag gestorben. Er hat mehrfach in der Göttinger Galerie Apex ausgestellt, auch mit seinen Weggefährten Waldschmidt und Tripp.

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Johannes Grützke im Jahr 2016 in seiner Ausstellung in Potsdam.

Quelle: dpa

Dresden/Berlin. Rund 200 Werke des Berliner Künstlers Johannes Grützke (1937-2017) sind von Sonntag an im Museum Gunzenhauser in Chemnitz zu sehen. Grützke war im Mai kurz vor seinem 80. Geburtstag gestorben. Er hat mehrfach in der Göttinger Galerie Apex ausgestellt, auch mit seinen Weggefährten Waldschmidt und Tripp.

Es ist die erste große Retrospektive nach Grützkes Tod. Die Ausstellung steht unter dem Motto des Malers „Kunst ist nicht modern, sondern immer!“, teilten die Kunstsammlungen Chemnitz am Mittwoch mit.

Zahlreiche Werke zeigten Grützkes historische Bezugnahmen: von der antiken Mythologie über die Sagenwelt des Mittelalters bis hinein in das 20. Jahrhundert mit seinen visionären Gesellschaftsentwürfen, aber auch den Katastrophen der Kriege und totalitären Regime. Zudem stehe sein Wirken als Porträtist im Mittelpunkt der Ausstellung. Präsentiert würden auch Selbstbildnisse.

Anlass der Werkschau ist das zehnjährige Bestehen des Museums Gunzenhauser. Es widme erstmals einem zeitgenössischen Künstler eine große monografische Schau, hieß es. Grützke sei ein enger Freund des Galeristen und Sammlers Alfred Gunzenhauser (1926-2015) gewesen. Er wurde zudem über mehr als drei Jahrzehnte von dessen Münchner Galerie vertreten.

Grützke gründete 1973 mit seinen Weggefährten die Schule der Neuen Prächtigkeit und griff dort in ironischer Brechung das klassische Genre der Historienmalerei auf. Besonders bekannt wurde in diesem Zusammenhang sein 1991 vollendeter monumentaler Wandfries für die Frankfurter Paulskirche mit einer Darstellung der ersten Nationalversammlung von 1848.

Der langen Freundschaft und Zusammenarbeit von Gunzenhauser und Grützke verdanken die Chemnitzer Sammlungen eines der umfangreichsten Konvolute von Grützke-Werken im eigenen Bestand, hieß es. Mit seinem „drastischen Realismus voller Ironie und Zuspitzung“ habe der Künstler im Widerspruch zur abstrakten Moderne gestanden, die seit den frühen 1950er Jahren die Kunst in Deutschland dominierte. epd

Von epd

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