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Wilder Trip durch die Stadt der Engel

„Tangerine L. A.“ im Lumière Göttingen Wilder Trip durch die Stadt der Engel

Das ist eine böse Überraschung: Nach 28 Tagen wird die transsexuelle Prostituierte Sin-Dee (Kitana Kiki Rodriguez) am Heiligabend aus dem Gefängnis entlassen und erfährt ausgerechnet in ihrem bevorzugten Donuts-Laden von ihrer besten Freundin Alexandra (Mya Taylor), dass ihr Freund und Zuhälter Chester (James Ransone) sie betrogen hat.

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Weiter geht’s: Sin-Dee (Kitana Kiki Rodriguez), Alexandra (Mya Taylor).

Quelle: Kool

Mit einer „echten“ Frau! Wütend macht sich Sin-Dee auf die Suche nach ihm und seiner Flamme, um beide zur Rede zu stellen.

Während sie wie eine Furie in den Kneipen und Bordellen von Los Angeles den zwei Turteltäubchen hinterherjagt, bereitet sich Alexandra auf ihren Auftritt als Sängerin in einem Nachtclub vor. Allerdings muss sie den Veranstalter dafür bezahlen und das nötige Startgeld erst auf dem Straßenstrich verdienen. An dieser Stelle kommt Ramzik (Karren Karagulian) ins Spiel - ein armenischer Taxifahrer, der zu Alexandras Stammkunden zählt und just am Heiligabend, kurz vor dem festlichen Familienessen, schnell noch ihre Liebesdienste in Anspruch nehmen möchte.

Turbulent und ziemlich schräg geht’s also zu in dem Film „Tangerine L. A.“, den der Independent-Regisseur Sean Baker inszeniert hat. Entstanden ist eine kleine, schmutzige Komödie, die mit amüsanten Screwball-Momenten überrascht und von dem zum Teil improvisierten Dialogen der beiden Hauptdarstellerinnen lebt.

Beide sind selbst Transgender-Frauen, die in ihrem gemeinsamen Werk eigene Erlebnisse verarbeitet haben und die Zuschauer in ihrem Film nun schwungvoll durch die transsexuelle Subkultur von Los Angeles führen. Gedreht wurde die wilde Story an Originalschauplätzen und ausschließlich mit iPhones, deren Kameras mit Hightech-Linsen aufgerüstet wurden. Das Resultat sind erstaunlich professionell wirkende Bilder, die sich kaum von denen herkömmlicher Kameras unterscheiden.

„Tangerine L. A.“, Regie: Sean Baker, 88 Minuten, FSK 16 Kino am Raschplatz

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