Menü
Göttinger Tageblatt / Eichsfelder Tageblatt | Ihre Zeitung aus Göttingen
Anmelden
Aktuelles Neue Studie: Diesel stoßen mehr CO2 aus als Benziner
Mehr Auto & Verkehr Aktuelles Neue Studie: Diesel stoßen mehr CO2 aus als Benziner
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
17:21 18.09.2017
Eine Studie der Umweltschutzorganisation Transport & Environment ergibt: Diesel produzieren während ihrer gesamten Lebensdauer über 3,6 Tonnen Kohlendioxid. Quelle: Matthias Balk/dpa
Anzeige
Brüssel

Trotz aller Bemühungen der deutschen Autobauer zur Verteidigung des Dieselmotors zeigt eine Studie der europäischen Umweltschutzorganisation Transport & Environment: Diesel produzieren während ihrer gesamten Lebensdauer spürbar mehr klimaschädliches CO2 als Benziner.

Insgesamt gehe es um über 3,6 Tonnen Kohlendioxid, teilte die

Organisation nun mit. Gründe seien höhere Fahrleistungen wegen des günstigeren Kraftstoffs, die energieintensivere Produktion des Dieselkraftstoffs, die aufwendigere Produktion der Dieselmotoren sowie höhere Emissionen des beigemischten Biodiesels.

Die Organisation widersprach damit der Einschätzung der Autoindustrie, Diesel-Autos würden für die Einhaltung der Klimaziele benötigt. Tatsächlich seien die Unterschiede beim CO2-Ausstoß von Dieselfahrzeugen und Benzinern zu vernachlässigen. Hybridfahrzeuge dagegen stießen 20 bis 25 Prozent weniger Kohlendioxid aus.

Die deutschen Autobauer wollen am Diesel vorerst festhalten. Für die Klimaziele 2020 sei dieser Antrieb unverzichtbar und klar notwendig, sagte etwa BMW-Chef Harald Krüger erst kürzlich.

Laut Transport & Environment hat der Diesel in Europa einen Anteil von rund 50 Prozent. In den USA dagegen liegt der Dieselanteil nur bei einem Prozent, in China bei zwei. Ein Grund für den Erfolg in Europa sei die günstigere Besteuerung. Bei den CO2-Grenzwerten müssten die Hersteller großer und schwerer Diesel-Fahrzeuge zudem laschere Vorgaben erfüllen.

"Die T&E-Studie ist ein weiterer Beleg dafür, dass der Diesel keinen Beitrag zum Klimaschutz leistet", erklärte Michael Müller-Görnert, Referent für Verkehrspolitik beim ökologischen Verkehrsclub VCD. "Trotzdem halten Politik und Autoindustrie dieses Argument wie ein Mantra hoch." Es gebe keinen umweltpolitischen Grund, den Diesel steuerlich und abgasrechtlich zu bevorteilen. Auch der Naturschutzbund Deutschland rief dazu auf, mit dem "Mythos" vom klimafreundlichen Diesel aufzuräumen.

dpa

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es ist der Alptraum vieler Autofahrer: Auf der Autobahn rast plötzlich ein Falschfahrer auf einen zu. Tatsächlich ist die Gefahr nicht zu unterschätzen. Wer im Verkehrsfunk vor einem entgegenkommenden Fahrzeug gewarnt wird, sollte sofort reagieren.

18.09.2017

Süd-koreanische Autoliebhaber kennen ihn bereits - den neuen G70. Bald soll das Modell auch nach Europa kommen. Hier will der Wagen nicht nur mit seiner Länge, sondern auch mit einem besonderen Design überzeugen.

18.09.2017

Im Zuge des Abgasskandals hatte das Kraftfahrt-Bundesamt einen Rückruf für 2,6 Millionen Diesel-Autos des VW-Konzerns angeordnet. Der ist auch für die VW-Kunden verpflichtend und läuft seit Anfang 2016. Dennoch stellen sich für Betroffene immer noch viele Fragen.

15.09.2017
Anzeige