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10:53 17.04.2018
Die drei Kriterien des Reifenlabels sind: Rollwiderstand (Kraftstoffverbrauch), Nasshaftung (Bremsweg auf nasser Straße) und externes Rollgeräusch (Lautstärke). In Bezug auf die Sicherheit sollte auf das Nassbrems-Verhalten geachtet werden. Quelle: Daniel Naupold
Stuttgart

Von Ostern bis Oktober, so lautet die grobe Faustregel, ist Sommerreifenzeit. Beim Kauf neuer Reifen sollte nicht nur der Preis eine Rolle spielen, sondern auch die Sicherheit - schließlich ist der Reifen der einzige Kontakt zur Fahrbahn, erklärt die Prüforganisation Dekra.

Eine gute Orientierungshilfe im Hinblick auf die Qualitäten eines Reifens bietet laut Dekra das bereits seit November 2012 geltende EU-Reifenlabel. Es klassifiziert und kennzeichnet alle in der EU verkauften Neureifen nach ihrer Treibstoffeffizienz, Haftung bei Nässe und Abrollgeräusch.

Für die Kennzeichnung wird - angelehnt an das zum Beispiel auf größeren Haushaltselektrogeräten angebrachte EU-Energie-Label - je nach Kriterium eine Skala von A bis G verwendet.

"Mit Blick auf die Sicherheit sollten Käufer vor allem auf das Nassbrems-Verhalten schauen", empfiehlt Dekra-Reifensachverständiger Christian Koch. Nur ein Reifen, der hier gut abschneidet, ist seiner Ansicht nach als sicher zu empfehlen.

Die Klassen reichen dabei von A bis C und E bis F. Ein mit A gekennzeichneter Reifen zeichnet sich durch einen kurzen Bremsweg bei nassen Straßenbedingungen aus, ein mit F gekennzeichneter Reifen durch einen längeren Bremsweg. "Der Unterschied zwischen Reifen der Klassen A und F kann dabei bis zu 30 Prozent betragen", sagt Koch.

Der genaue Bremsweg hänge letztlich vom Fahrzeug und den Fahrbahnbedingungen ab. Die Kriterien Rollwiderstand und Geräuschentwicklung sind für einen ausgewogenen Reifen mit Blick auf Spritverbrauch und Emissionen ebenfalls wichtig, für die Verkehrssicherheit aber zweitrangig, so Dekra.

Beim Rollwiderstand erfolgt die Einteilung in die Klassen A bis C und E bis G. Die Kraftstoffersparnis eines Reifens der Klasse A im Vergleich zu einem Reifen der Klasse G entspricht laut Dekra bei einem Auto circa 0,5 Liter pro 100 Kilometer.

Das entstehende Abrollgeräusch wird durch die Anzahl schwarzer Viertelringe neben dem stilisierten Lautsprecher und den tatsächlich ermittelten Geräuschwert in Dezibel (dB(A)) dargestellt. Im Idealfall bekommt ein Reifen lediglich einen Ring. Das besagt dann, dass der Reifen den seit 2016 gültigen Geräuschgrenzwert um mehr als 3 dB(A) unterschreitet.

dpa

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