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Aktuelles Wohnmobil-Vorschau auf den Caravan Salon
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09:43 03.08.2018
Als «Vier-Raum-Appartement auf Rädern» bezeichnet Carthago sein neues Luxusmobil Liner-for-Two. Foto: Alfred Weiss
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Berlin

Die Reisemobil-Saison strebt mit dem Caravan Salon in Düsseldorf (25. August bis 2. September) ihrem Höhepunkt entgegen. Neben den Messe-Neuheiten setzen sich vor allem diverse Trends fort.

"Wir nennen sie die drei Ks", sagt Daniel Rätz vom Caravaning Industrie Verband (CIVD), "Konnektivität, Komfort und Kompaktheit." Besonders der dritte Punkt nimmt in diesem Jahr einen großen Platz ein. "Die Kastenwagen boomen total, und ihre Zahl nimmt massiv zu", sagt Rätz. So schickt Karmann-Mobil, die Tochter von Euro Mobil, mit dem Danny ein neues Modell ab 42.500 Euro ins Segment. Ebenfalls besonders auf Einsteiger fixiert ist Hobby. Der Hersteller bietet den Vantana mit insgesamt sechs Grundrissen zu Preisen ab 39.700 Euro an.

Die Carthago-Tochter Malibu schickt den Van Charming GT ins Rennen. Wie alle Kastenwagen ist auch dieses Modell "extrem alltagstauglich", sagt PR-Chef Alexander Wehrmann. Das Fahrzeug ab 47.150 Euro sei so ausgelegt, dass es sich aufgrund seiner Platzverhältnisse im Wohnbereich den Maßen eines Reisemobils annähert.

Hymer präsentiert in Düsseldorf ebenfalls einen auch als Campervan titulierten Kastenwagen: Der Grand Canyon S ist mit einem Schlafdach ausgestattet. "Nicht nur Neueinsteiger entscheiden sich für Campervans", sagt Sarah Lemke von Hymer, "auch viele Paare im Rentenalter, die nur noch zu zweit unterwegs sind, wählen einen Campervan." Diese sollen dann dementsprechend auch eingerichtet sein. "Konnektivität und Assistenzsysteme wie im Pkw-Bereich sowie eine gewisse Individualisierung spielen dabei eine große Rolle."

Laut Rätz können bei den Campervans oder Reisemobilen wie bei Autos "viele Funktionen über das Smartphone abgerufen werden, seien es Füllstände oder die Alarmanlage mit Kamerasystem". Neben der Konnektivität seien die potenziellen Wohnmobilfahrer ebenso bereit mehr auszugeben, damit auch noch die Espressomaschine mit an Bord ist.

Besonders bei den teilintegrierten und integrierten Reisemobilen steigt das Komfort-Bedürfnis. Seine neue B-Klasse mit dem Namenszusatz Modern Comfort preist Hymer als ganz neue Baureihe an. Dabei steuert Mercedes den Antrieb bei, der Reisemobilhersteller den Aufbau und zudem das 2017 eigens entwickelte und gewichtsoptimierte SLC-Chassis. Bei 69.000 Euro starten die Preise. Optional ist das MBUX-Multimedia-System, das in der Mercedes A-Klasse vor kurzem Premiere feierte. Dann ist auch schon ein wenig künstliche Intelligenz à la Alexa an Bord.

Bei Dethleffs rangiert die neue Baureihe Pulse zwischen den Mobilen Trend und Esprit. Die Preise für die teilintegrierte Version starten bei 54.999 Euro, die voll integrierte Version liegt branchenüblich rund 10.000 Euro höher. Eura Mobil schließt mit dem Eura Integra Line die Neuausrichtung der Flotte ab, die im vergangenen Jahr mit dem neuen Flaggschiff Integra begonnen wurde. Der kleine Bruder ist mit knapp 73.000 Euro rund 20.000 Euro günstiger als das Oberklassemodell.

Knapp 10.000 Euro günstiger ist der komplett neue VAN TI Plus von Knaus. Die Volkswagen-Tochter MAN steuert den TGE, das technisch identische Schwestermodell des neuen VW Crafter, als Antrieb bei. Die neue Baureihe kann mit Panoramaglasdach ebenso ausgestattet werden wie mit einem Allradantrieb für unwegsame Pfade.

Bei Carthago ist der Liner-for-Two neu. Neben "Designer-Badezimmern wie im Hotel" sollen vor allem die Lounge-Rundsitzecke für sechs Personen im Heck samt Panorama-Heckscheibe für Luxus sorgen, sagt PR-Mann Alexander Wehrmann. Als "Vier-Raum-Appartement auf Rädern" tituliert er das neue, ab 155.000 Euro teure Mobil.

In ähnlichen Sphären bewegen sich Mobile von Niesmann+Bischoff. Die Hymer-Tochter setzt unter anderem auf farbliche Akzente. Besonders der Lack Frozen Red Metallic soll für Aufmerksamkeit sorgen in einer Szene, in der sonst weiße, silberne und graue Töne die Hauptrolle spielen. Der Preis für die Volllackierung: über 14.000 Euro.

dpa

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