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Auto-Modelle und Fahrberichte Dreimal runderneuert
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00:40 15.10.2011
Cabriolet, Limousine und Sportback: Audi hat die drei Modelle des A 5 in vielen Details überarbeitet – die Fahrer haben die Wahl zwischen einem breiten Leistungsspektrum und zahlreichen Assistenzsystemen. Quelle: Audi

Mit einem runderneuerten Motorenprogramm und zahlreichen Detailänderungen wird der Audi A 5 vier Jahre nach seiner Präsentation aufgefrischt. Neben das klassische Coupé ist zwischenzeitlich ein Cabriolet sowie die Fließheck-Variante namens Sportback getreten. Alle drei Karosserievarianten kommen in den Genuss der Produktaufwertung, die auf verschiedenen Ebenen greift.

Unübersehbar ist der neue Umriss von Scheinwerfern und Kühlergrill. Die Lichtsignatur der Frontscheinwerfer ist eigenständig; die Rückleuchten erinnern nun an den neuen A 6. Nebelscheinwerfer, Lufteinlässe und verschiedene Felgen werden von einem dem A 5 vorbehaltenen Turbinenschaufel-Motiv geprägt. Der Innenraum des A5 wurde vorsichtig überarbeitet, es wurden neue Zierelemente eingeführt. Eine individuelle Note erhält die Armaturentafel durch die geschichteten Holzapplikationen „Eiche Beaufort“, die es bislang nur im A 6 und im A 7 gab.

Eine Reihe neuer oder überarbeiteter Motoren macht den A 5 zu einem erheblich verbrauchsgünstigeren Fahrzeug. Über die gesamte Modellpalette hinweg wurde der Verbrauch um gut zehn Prozent gesenkt, bei einzelnen Modellen sogar noch deutlich mehr. Ein Start-Stopp-System ist jetzt bei allen Modellen Serie; gleichzeitig kann über das „Drive Select“-Menü ein Modus namens „efficiency“ gewählt werden, mit dem – der Name sagt es – die Effizienz gesteigert wird, etwa durch eine reduzierte Leistung der Klimaanlage und ein weniger spitzes Ansprechen auf Gaspedalbewegungen.

Völlig neu ist der 1,8-Liter-TFSI-Motor, der mit 125 kW/170 PS Leistung als Einstiegsmotorisierung dient. Der elastische Motor beschleunigt sauber schon aus niedrigen Drehzahlen heraus und sorgt über das gesamte Drehzahlband hinweg für gute Fahrleistungen. Das Drehmomentmaximum von 320 Nm liegt fast schon auf Diesel-Niveau; darüber hinaus glänzt der kleine Benziner mit Vibrationsarmut und seidiger Akustik. Der Verbrauch liegt bei lediglich 5,7 l/ 100 km, und so dürfte das Einstiegsaggregat die Bedürfnisse der weitaus meisten Kunden vollständig erfüllen.

Der Schritt zum 2,0-Liter-TFSI mit 155 kW/211 PS bringt nur geringfügig bessere Fahrleistungen; mit großer Souveränität geht dagegen der 3,0-Liter-V6-Motor zu Werk, der je nach Ausbaustufe 200 kW/272 PS oder 245 kW/333 PS leistet. Das Aggregat hört zwar auf die Bezeichnung TFSI, und an der Wagenflanke suggeriert der Schriftzug V6 T eine Turboaufladung. Tatsächlich jedoch wird der Motor von einem Roots-Kompressor zwangsbeatmet und spricht damit extrem spontan an. Die 333-PS-Variante ist an das S 5-Modell gekoppelt und bietet nochmals spürbar bessere Fahrleistungen. Zudem kann beim S 5 der Motorklang per Knopfdruck modifiziert werden, sodass sich insgesamt ein echtes Sportwagengefühl einstellt.

Neben den Ottomotoren gibt es ein Dieselprogramm mit einem 120 kW/163 PS starken 2,0-Liter-TDI sowie dem 3,0-Liter-V6-TDI mit 150 kW/204 PS oder 180 kW/245 PS. Die schwächeren Dieselmodelle bieten noch eine technische Kuriosität – ein stufenloses Automatikgetriebe, das auf den Namen „Multitronic“ hört. Es dürfte aber in wenigen Jahren zugunsten der Doppelkupplungsgetriebe aus dem Angebot entfernt werden.

Das Fahrwerk der A 5-Modelle ist komfortabel abgestimmt, lässt sich jedoch – gegen Aufpreis – in mehreren Stufen nachschärfen. Die Einstiegsvarianten mit Frontantrieb weisen einen ausgeprägt untersteuernden Charakter auf, der allerdings vom ESP-System gut kontrolliert wird. Völlig anders präsentieren sich A 5 und S 5 mit Allradantrieb und dem optionalen Sportdifferenzial, das die Antriebsmomente variabel verteilen kann. Damit wird der Audi extrem kurvengierig, man kann ihn sogar per Gaspedal übersteuern lassen. Für die Umsetzung der Lenkbefehle sorgt jetzt eine elektromechanische Servolenkung, die zwar präzise operiert, im „dynamic“-Modus jedoch um die Mittellage künstlich schwergängig wirkt.

Gegen Aufpreis bietet Audi eine Reihe von Assistenz- und Infotainment-Systemen von unterschiedlicher Sinnhaftigkeit an. Dazu gehört eine Navigation mit Google-Earth-Darstellung, ein Tempomat, der bei Geschwindigkeiten bis zu 30 km/h zur Unfallverhütung eine Vollbremsung hinlegen kann, oder auch ein Spurhalteassistent, der sich nicht davor scheut, virtuell ins Lenkrad zu greifen. Und wer vor einer Kurve stark verzögert, muss feststellen, dass die vermeintlich kluge Elektronik eine Notbremsung vor einem Stauende wittert und vorsorglich schon mal die Warnblinker einschaltet.

Die Ausstattungsvarianten sind praktisch grenzenlos, und so verwundert es auch kaum, dass der A 5-Kunde, wie Audis Marketingverantwortlicher Jürgen Klaschka erklärt, im Durchschnitt rund 10.000 Euro in Extras investiert. Wer darauf verzichtet, bekommt einen A 5-Sportback schon ab 33 50 Euro.

Jens Meiners

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