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Von Kastanien bis zum Zapfen – herbstliche Fundstücke aus der Natur können zu Kränzen und Sträußen verarbeitet werden

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Kastanien eignen sich hervorragend für Dekorationen aller Art.

Quelle: Kitty/Fotolia.com

Hannover. Im Oktober zeigt sich die Natur noch einmal in ihrer ganzen Üppigkeit: Die Bäume leuchten in satten Orange- und Rottönen, und selbst Erwachsene können der Versuchung kaum widerstehen, die wunderbar glatten Kastanien von den Wegen zu sammeln. Die Mühe lohnt sich: Denn die auf Spaziergängen gesammelten Früchte, Blätter oder Samen lassen sich hervorragend verwenden, um die Wohnung passend zur Jahreszeit zu schmücken.

„Im Herbst ist alles schon fest und ausgereift“, sagt Heike Damke-Holtz, Floralprofi des Landesverbandes Niedersachsen vom Fachverband Deutscher Floristen. Mitbringsel aus dem Wald und vom Feldrand eignen sich daher bestens für lang haltbare Tischdekorationen, Sträuße oder Kränze. Klassiker für solch ein herbstliches Arrangement sind natürlich die Blätter und Früchte von Eichen und Kastanien oder die farbig leuchtenden Blätter von Ahorn oder Wein. Aber auch die Samen des Silberblattes, die Kapseln des Mohns, die Lampions der Physalis oder die wolligen Ranken und Fruchtstände der Clematis empfiehlt die Floristmeisterin für ein Gesteck.

Getreide wie wilder Weizen oder Hafer, Maisblätter, Zapfen, schön geformte Zweige und sogar Moos lassen sich ebenfalls gut verwenden. Damit keine Tiere mit in die Wohnung geschleppt werden, sollte das Moos unter laufendem Wasser ausgespült werden. Außerdem sollten die groben Wurzeln vorsichtig entfernt werden, rät Damke-Holtz. Während Hagebutten sich gut eignen, sollte man mit der ebenso schönen, aber giftigen Vogelbeere vorsichtig sein. „In einem Haushalt mit kleinen Kindern sollten diese Beeren nicht auf dem Tisch stehen“, warnt Damke-Holtz: „Generell sollte nichts verwendet werden, was sich leicht zerquetschen lässt.“ So sind zum Beispiel reife Brombeeren ungeeignet, weil sie Obstfliegen anziehen. Grüne Brombeeren hingegen passen gut in herbstliche Sträuße.

Die auf dem Spaziergang gefundenen Schätze können auf verschiedene Weise zur Geltung kommen. Floristen empfehlen, sie in einen Korb oder ein rustikales Gefäß zu füllen. Elegant sehe eine Kombination in einem Glas aus. Blätter könnten gepresst und anschließend in ein Glas gestreut oder auch als Tischkärtchen für ein festliches Menü verwendet werden.

Generell sei es aber nicht nötig, die Materialien vor der Verwendung zu trocknen. Spätblüher wie Hortensien, Schafgarbe, Herbstastern oder Wildrosen ließen sich sehr gut frisch in einen Strauß oder Kranz einbinden und trockneten dann darin. Beim Binden eines Straußes sollte man deshalb darauf achten, alles fest zusammenzubinden. „Das Material schrumpft beim Trocknen und gibt dann Freiräume“, erklärt Damke-Holtz.

Wer jedoch frische Blüten in einem Arrangement vorziehe, könne diese mit Hilfe eines Reagenzglases auch mit getrocknetem Tischschmuck kombinieren. Das dünne Röhrchen werde dann beispielsweise an einem Ast fixiert und mit Wasser gefüllt.

Um aus den floralen Fundsachen einen Kranz zu binden, empfiehlt Damke-Holtz einen Rohling aus Stroh: „Das ist umweltverträglich und man kann schön fest ziehen.“ Aber auch Styropor eigne sich. Darauf werden Blätter, Blüten oder Früchte nach und nach mit Wickeldraht befestigt. „Man kann nichts falsch machen“, ermutigt die Floristin. Nötig sei lediglich ein längerer Stiel von zwei bis vier Zentimetern. Blätter könnten am besten feucht verarbeitet werden: Dann reißen sie nicht.

Etwa eine halbe bis eine Stunde dauert es, einen solchen Türschmuck zu fertigen. Doch die Arbeit lohnt sich. „Einige Wochen Freude hat man daran auf jeden Fall“, sagt die Floristin. Ein jetzt gestalteter Kranz halte mindestens so lange, bis man ihn durch den Weihnachtsschmuck ersetzen kann.

Sonja Weiße

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