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AStA kritisiert Lindners geplanten Vortrag

Keine Hinweise auf geplante Störungen AStA kritisiert Lindners geplanten Vortrag

Der FDP-Bundesvorsitzende Christian Lindner kommt nach Göttingen: Am Sonnabend, 15. Juli, spricht er in der Universität über das Thema „Aufstieg durch Bildung“. In Bochum war es bei einem Vortrag Lindners zu Protesten gekommen, für ebensolche Störungen in Göttingen liegen aber bisher keine Hinweise vor.

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Quelle: dpa

Göttingen. So hatten an den Universität Bochum verschiedene Studenten den Politiker während seines Vortrags gestört, unter anderem mit den Worten „Sie sind ja rassistisch, FDP verpiss dich!“ angeschrien. „Ich hoffe darauf, dass ihr Linken euch an das Prinzip der Toleranz für andere Meinungen erinnert. Jetzt kommt meine Meinung“, lautete seine Antwort - für die er viel Zustimmung erhielt.

An der Universität Göttingen, im Hörsaal 0.120 im Waldweg 26, wird Lindner auf Einladung der Liberalen Hochschulgruppe Göttingen über dasselbe Thema wie in Bochum sprechen. Dabei soll es unter anderem um die moderne und digitale Universität sowie ein modernes Bildungssystem gehen. Hinweise auf ähnliche Störungen wie an der Uni Bochum bei seinem Vortrag in Göttingen liegen aber weder der Polizei noch der Universität oder dem Allgemeinen Studierendenausschuss (AStA) Göttingen vor.

Keine Informationen zu möglichen Protesten

„Es wurden im Vorfeld natürlich Gespräche mit dem Veranstalter geführt“, sagt Jasmin Kaatz, Pressesprecherin der Polizei Göttingen. Konkrete Hinweise auf geplante Störungen der Veranstaltung würden aber bislang nicht vorliegen. Im Bedarfsfall würden selbstverständlich die notwendigen polizeilichen (Schutz-)Maßnahmen ergriffen werden.

Aber auch die Universität Göttingen sieht dafür bisher keinen Bedarf. „Zu möglichen Protesten liegen uns derzeit keine Informationen vor“, sagt Heike Ernestus von der Pressestelle der Uni. Sie sei aber mit der Liberalen Hochschulgruppe als Veranstalter im Gespräch, was bei Vorkommnissen zu unternehmen sei - ein standardmäßiger Austausch über den Notfallplan bei Veranstaltungen, wie Ernestus betont.

Auch dem AStA seien keine Pläne für Proteste bekannt. Auch der AStA sei nicht an etwaigen Protesten beteiligt, teilt er mit. Auch wenn der Studierendenausschuss die Kritik der Protestierenden in Bochum teile, die unter anderem die Einführung von Studiengebühren für EU-Nicht-Ausländer durch FDP und CDU anprangert. „Wir sind der Meinung, dass es demokratischen Parteien natürlich erlaubt ist, Informationsveranstaltungen an Hochschulen abzuhalten und wollen den kritischen Diskurs der Studierenden mit verschiedensten Themen fördern“, sagt AStA-Vorsitzende Silke Hansmann.

Kontroverseres Format wünschenswert

Sie ergänzt allerdings: „Als AStA empfinden wir es aber geradezu als zynisch, dass Herr Lindner unter dem Schlagwort ‘Aufstieg durch Chancen’ durch die Hochschulen tourt, während er in NRW gerade horrende Studiengebühren für Studierende aus Nicht-EU-Staaten miteinführt.“ Weitere Kritik kommt von ihrem Kollegen Friedrich Paun, Außenreferent des AStA: „Herr Lindner steht für eine ökonomische Hochschule, die sich einem leistungsgebundenen Bildungsideal verpflichtet sieht (…) und dabei kaum Rücksicht auf soziale Benachteiligungen im Bildungssystem nimmt. Die individuelle Bedeutung von Bildung bleibt dabei auf der Stecke. Diese Sichtweise lehnen wir als AStA ab.“

Er kritisiert die Form der Veranstaltung, die als Vorlesung mit anschließender Fragerunde von der Liberalen Hochschulgruppe geplant ist. Paun hätte ein „kontroverseres Format“ bevorzugt. Es müsse möglich sein, bei einer Veranstaltung auch Punkte einzubringen, die die inhaltliche Kritik an Lindners Überzeugungen zum Ausdruck bringen, so seine Meinung.

Christian Lindners Vortrag „Aufstieg durch Bildung - Republik der Chancen“ beginnt am Sonnabend, 15. Juli, um 16 Uhr im Hörsaal 0.120 im Waldweg 26.

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