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Aktionstag Medizin im Universitätsklinikum

Zukunft hinterm Tellerrand Aktionstag Medizin im Universitätsklinikum

Der Aktionstag Medizin, der jährlich von der Fachschaft der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) organisiert wird, stand in seiner 15. Ausgabe unter dem Motto „Zukunft hinterm Tellerrand“. Das Programm informierte über ein breite Palette aus medizinischen, humanitären und universitären Themenfeldern, die mit dem Arztberuf auf unterschiedliche Weise verbunden sind.

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Impressionen: Plakatwände im Klinkum.

Quelle: Theodoro da Silva

Göttingen. Dennoch legten die Veranstalter auch in diesem Jahr Wert auf die Außenwirkung: Das Informationsangebot richtete sich ausdrücklich auch an Nicht-Studierende. Nicht nur das Universitätsklinikum konnte in einer Führung erkundet werden, auch der Rettungshubschrauber „Christoph 44“ stand für eine Inspektion bereit.

Die Vorträge richteten sich hingegen als ungewöhnliche Ergänzungen zum Curriculum vor allem an Studierende der Medizin: Klinikclowns und Palliativmediziner stellten ihre Arbeit vor und konnten Einblicke geben, die im normalen Studienbetrieb keine oder nur wenig Beachtung finden. 
Im „Zahni-Himmel“, wie das Zentrum für Zahn- Mund- und Kieferheilkunde im obersten Stockwerk der UMG unter Studenten auch genannt wird, ging es praktischer zu. Hier wurde im sogenannten „Phantomraum“ die Praxis simuliert. An speziellen Puppen konnten Besucher unter Anleitung selbst Kunstzähne behandeln – und endlich mal am anderen Ende des Bohrers sitzen.

210 neue Spender zur Bekämpfung von Leukämie

Die Knochenmark- und Stammzellenspenderdatei Göttingen (KMSG) nutzte den Tag für eine Typisierungsaktion. Zur Bekämpfung von Leukämie sollten 210 neue Spender gefunden werden. Die Kosten, die sich auf 10 500 Euro beliefen, trug die „Selbsthilfe-Organisation Leukämie- und Lymphom-Hilfe“ aus Hildesheim. Hannelore und Günther Krone aus dem Vorstand dieser Selbsthilfeinitiative übergaben den Spendenscheck.

Josh Feitelson, Begründer des Vereins „Beebob Hilft“, widmet sich einem Problemfeld außerhalb Deutschlands, das durch die Einnahmen des Aktionstages unterstützt wurde. Der Student aus Düsseldorf hat vor seinem Medizinstudium in Göttingen als Fotograf gearbeitet. Nach einer Reportage über Hilfsprojekte in Kambodscha allerdings in Deutschland „alle Zelte abgebrochen“. In zweijähriger Arbeit vor Ort, die er nun in Deutschland weiterführt, hat er das erste Kinderdorf im Norden Kambodschas begründet, das mittlerweile über zwei Wohnhäuser, eine Solaranlage und fließend Wasser verfügt.  Dass auch dem Bildungsauftrag erfolgreich nachgekommen wird, beweist der älteste Junge des Dorfes, der mittlerweile studiert. „Natürlich Medizin“, erzählt Feitelson mit breitem Grinsen.

Von Jonas Rohde

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