Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 4 ° Schneeregen

Navigation:
Angriff von unten: Verticillium-Pilz bedroht weltweit Nutzpflanzen

Symposium Angriff von unten: Verticillium-Pilz bedroht weltweit Nutzpflanzen

Rund 120 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus aller Welt treffen sich vom 5. bis 8. Mai 2013 zum 11. Internationalen Verticillium-Symposium an der Universität Göttingen. Das Symposium findet seit 1971 statt und in diesem Jahr zum ersten Mal in Deutschland.

Voriger Artikel
Wichtiger Preis für Göttinger Wissenschaftler Daniel Stein
Nächster Artikel
Yong Wei erhält Auszeichnung der European Geoscience Union

Pilzhyphen von Verticillium in den Wasserleitungsbahnen einer befallenen Rapspflanze. In vielen Pflanzen wird dadurch der Wassertransport behindert und es kommt zur Welke.

Quelle: pug

Göttingen. Verticillium ist ein in der Landwirtschaft weltweit gefürchteter Schadpilz. Er kann an einer ganzen Reihe von Nutzpflanzen Krankheiten verursachen, die zum vollständigen Absterben der Pflanzenbestände führen. Inhaltliche Schwerpunkte des Symposiums sind unter anderem das Göttinger Projekt zur Sequenzierung des Pilzgenoms, die Bildung neuer Pathotypen sowie die integrierte Bekämpfung des Pilzes.

Verticillium befällt weltweit mehr als 200 Pflanzenarten, darunter wichtige Nutzpflanzen wie Baumwolle, Kartoffel, Tomate, Sonnenblume, Raps und zahlreiche Gewürz- und Gemüsepflanzen. Neuerdings ist auch der Hopfenanbau in der bayerischen Hallertau bedroht, einem der größten zusammenhängenden Hopfenanbaugebiete der Welt.

Auch Park- und Laubbäume wie Ahorn, Erle, Esche, Linde sowie Zierpflanzen und Blumen können durch den Pilz schwer geschädigt werden. Verticillium dringt vom Boden aus in die Wurzeln der Pflanze ein, besiedelt gezielt die Wasserleitungsbahnen und verstopft sie oder produziert Toxine, die den Wasserhaushalt der Pflanze stören. Häufigste Folge des Pilzbefalls ist der Welke-Tod der Pflanze.

Verticillium-Befall ist nicht direkt bekämpfbar, da die üblichen Pflanzenschutzmaßnahmen den Pilz aufgrund seines Angriffs vom Boden aus nicht erreichen können. Böden, in denen sich Verticillium etabliert, sind langjährig verseucht und in der landwirtschaftlichen Nutzung eingeschränkt. Als Gegenmaßnahme bietet sich nur die Züchtung resistenter Pflanzensorten an. Um hier Fortschritte zu erzielen, bedarf es intensiver Forschung zur Genetik des Pilzes, seiner Interaktion mit der Pflanze sowie zur Resistenzgenetik der Pflanzen.

Weitere Informationen im Netz

pug

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Spannende Ausbildungsplätze in Deiner Region warten auf Dich. Starte jetzt durch mit azubify ! mehr

Amnesty-Protest auf dem Campus