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Ausstellung mit Mammut-Haut und Marsgestein

Geowissenschaftliches Museum Ausstellung mit Mammut-Haut und Marsgestein

Gesteine, Fossilien und Mineralien sind aufgetürmt in einer großen Kiste im Eingangsbereich. Als „Wühlkiste“ weist ein kleines Schild die Box aus. Hier kann sich der Besucher auf dem Heimweg bedienen. Bei den schönen Stücken handelt es sich um Dubletten. Die mumifizierte fossile Haut eines Mammuts ein paar Meter weiter ist dagegen ein Unikat.

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Unter Glas: Was auf den ersten Blick wirkt wie ein vertrockneter Ast (vorne links), ist in Wahrheit eine Blitzröhre.

Quelle: Vetter

Göttingen. Zahlreiche geologische, mineralogische und paläontologische Fundstücke präsentiert derzeit die Sonderausstellung „Zwo7FünF“. Anlass für die Schau sind das 275-jährige Jubiläum der Universität und die Etablierung der Göttinger Geowissenschaften vor 200 Jahren. Am Mittwoch eröffnete Kurator Dr. Mike Reich die Ausstellung im Geowissenschaftlichen Museum.

Eine Blitzröhre, die beim Blitzeinschlag im trockenen Sand zurückgeblieben ist, Gestein von Mars und Mond: Viele faszinierende Objekte sind es, die die Besucher bestaunen können. Hinter dem Glas der Vitrine schimmert eine Beilklinge, gefertigt aus dem Mischkristall Nephrit. Der Seefahrer und Entdecker James  Cook brachte sie im 18. Jahrhundert von einer Südsee-Expedition mit.

Um die Forschungsreisen, aber auch um die Geschichte der Göttinger Geowissenschaften von den Anfängen 1734 bis zur Gegenwart geht es. Auf Infotafeln sind die wichtigsten Ereignisse aufgelistet. 

Bedeutende Wissenschaftler

Über bedeutende Wissenschaftler wie den Geochemiker Victor Moritz Goldschmidt und den Geologen Hans Stille informiert die Schau noch einmal ausführlich gesondert. Unter dem Titel „Vertrieben und vergessen?“ steht dann der Teil der Schau, der die Verstrickung von Göttinger Wissenschaftlern in den Nationalsozialismus und die Verfolgung von Forschern behandelt. Unter ihnen war auch Goldschmidt. Heute ist die Straße, in der sich das Museum befindet, nach ihm benannt.

„Zeitzeugen aus mehr als vier Jahrhunderten“ sind in der Ausstellung laut Flyer vertreten. Allerdings: Präsentiert werden in Wort und Bild zum Großteil Männer. Zwei Wissenschaftlerinnen tauchen auf in dem Text der Infotafeln. Irma Stoß, die 1916 / 17 als erste wissenschaftliche Assistentin an den Geowissenschaften eingestellt wurde. Und Prof. Sharon Webb, die derzeitige Dekanin.

Näher beleuchtet werden Leben und Arbeit der beiden nicht. Auch Informationen zum Thema Frauenstudium gibt die Ausstellung nicht. Thomas Daniel, als Volontär des Museums mitbeteiligt an der Vorbereitung der Schau: „Diese Problematik haben wir in der Ausstellung nicht beleuchtet.“

Von Telse Wenzel

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