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Bitte keine Heldenverehrung

Ausstellung „on/off“ Bitte keine Heldenverehrung

On/off, das ist das Prinzip der STED-Mikroskopie, für deren Entwicklung Stefan Hell 2014 den Nobelpreis erhielt. On/ off heißt die Ausstellung, die am Sonntag in der Alten Mensa der Universität eröffnet wird. Sie beschäftigt sich mit dem Nobelpreisträger und der Frage nach Superstars und Grenzen im Wissenschaftsbetrieb.

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Dr. Joachim Baur (Die Exponauten) und Dr. Marie Luise Allemeyer (Zentrale Kustodie)

Quelle: Harald Wenzel

Göttingen. „Für mich geht mit der Ausstellung ein Wunschtraum in Erfüllung“ , sagt Unipräsidentin Ulrike Beisiegel. Nobelpreisträger Hell. Direktor am Göttinger Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie, könne die spannende Technik, die hinter seiner Mikroskopie stehe „so toll erklären“. Sie habe sich gewünscht, daraus etwas für die Öffentlichkeit zu machen.

Eine kleine Ausstellung mit großem Rahmenprogramm mit Film, Theater und Vorträgen ist es geworden. Sie soll aber nicht nur den Wissenschaftler Hell vorstellen, sondern auch ein Appetizer sein für das geplante Forum Wissen, in dem die Universität ab 2019 ihre Sammlungen präsentieren will. Eine Herausforderung, so Ausstellungsmacher Dr. Joachim Baur. Drei Dinge solle die Schau nun erfüllen: eine hochspezialisierte Wissenschaft erklären, den Forscher in seinem Resonanzraum, nicht als Genie oder Helden zeigen, und möglichst viele Menschen in Göttingen ansprechen.

Zeiten

Die Ausstellung „on/Off“ wird am Sonntag, 11. Dezember, um 12 Uhr in der Alten Mensa, Wilhelmsplatz 3, eröffnet. Sie ist bis 28. Mai jeweils dienstags bis sonntags von 12 bis 19 Uhr zu sehen.

Im Mittelpunkt steht aber natürlich Hell: der Frack, den er bei der Verleihung in Stockholm trug, eröffnet sozusagen die Schau. Im Hintergrund wird ein Video eingespielt, das Teile der feierliche Zeremonie zeigt. Von diesem Zentrum zweigen verschiedene Bereiche ab.

In einem wird die Laufbahn des Wissenschaftlers gezeigt. Hell, der an der Ausstellung mitarbeitete, hat für alle Bereiche Erinnerungsstücke beigesteuert. Hier sind es ein Notenheft seiner Schule in Rumänien, Notizbücher aus dem Studium in Heidelberg, ein Bewerbungsschreiben.

Die STED-Mikroskopie wird in einem weiteren Bereich erklärt. Die Besucher können sich unter anderem ein kurzes Video anschauen, in dem Hell in zwei Minuten das Prinzip erklärt, mit dem er die Auflösungsgrenze in der Mikroskopie gesprengt hat. Grenzen, Macht und Einfluss der Wissenschaft sind Thema eines anderen Bereiches.

Rahmenprogramm „On/Off“

Jeden 2. und 4. Sonntag im Monat um 15 Uhr und jeden 1. Mittwoch im Monat um 17.30 Uhr gibt es Führungen durch die Ausstellung. In der Vortragsreihe der Kustodie „Science.Super.Stars“ geht es donnerstags um 18.15 Uhr in der Alten Mensa um Helden, Genies und Grenzfiguren in den Wissenschaften. Für Schüler werden Workshops angeboten, ebenso wie Führungen durch gleichaltige Schülerscouts. Die Stadt Göttingen bietet unter dem Titel „Von Querdenkern, Pionieren und Nobelpreisträgern“ einen Spaziergang durch die Göttinger Wissenschaftsgeschichte an. Das Kino Lumière zeigt von Ende Januar bis Mitte März jeweils donnerstags eine Wissenschafts-Filmreihe mit Streifen wie „Marie Curie“ und Dr. Seltsam oder: Wie ich lernte die Bombe zu lieben“. Das genaue Programm ist hier zu finden:

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