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Beisiegel und Hell feiern in der Universität

Geburtstagsempfang Beisiegel und Hell feiern in der Universität

Einen gemeinsamen Empfang haben am Freitag in der Alten Mensa die Universitätspräsidentin Ulrike Beisiegel und der Göttinger Nobelpreisträger Prof. Stefan Hell gegeben. Anlass für die Feier mit Gästen aus der Universität, der Stadt und der Wirtschaft waren die bevorstehenden Geburtstage der beiden Wissenschaftler.

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Gemeinsame vorgezogene Geburtstagsfeier: Stefan Hell und Ulrike Beisiegel.

Quelle: R

Göttingen. Einen gemeinsamen Empfang haben am Freitag in der Alten Mensa die Universitätspräsidentin Prof. Ulrike Beisiegel und der Göttinger Nobelpreisträger Prof. Stefan Hell gegeben. Anlass für die Feier mit Gästen aus der Universität, der Stadt und der Wirtschaft waren die bevorstehenden Geburtstage der beiden Wissenschaftler.

Die Unipräsidentin wird am Sonnabend, 23. Dezember, 65 Jahre alt, der Physiker Hell wird am selben Tag 55 Jahre alt. Beisiegel und Hell teilen aber nicht nur den Geburtstag am 23. Dezember, sondern auch die Verbundenheit mit dem Standort Göttingen, so Prof. Patrick Cramer vom Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in seinem Grußwort. Und beide verfolgten beharrlich ihre Ziele.

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Empfang in der Alten Mensa am Wilhelmsplatz in Göttingen für die Präsidentin der Göttinger Universität und für den Nobelpreisträger.

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Für Beisiegel sei das beispielsweise das Forum Wissen, so Cramer. Die Wissenschaft in die Gesellschaft zu tragen, sei für die Biologin ein wichtiges Anliegen. Mit dem Forum Wissen werde in Göttingen in dieser Hinsicht eine Lücke geschlossen. „Wir müssen Wissenschaft in eine Sprache übersetzen, die jeder versteht“, habe Beisiegel einmal gesagt. Ein ganz hervorragender Übersetzer sei Hell. Der Nobelpreisträger betreibe Forschung auf höchstem Niveau, aber wenn Hell seine Ergebnisse erkläre, könne selbst er als Chemiker das verstehen, scherzte Cramer.

Lukratives Angebot

Einen Blick zurück auf die vergangenen fünf Jahre an der Uni mit Beisiegel und Hell warf der Vorsitzende des Stiftungsrates der Universität , Dr. Wilhelm Krull. 2012 habe man gerade das Scheitern in der zweiten Runde der Exzellenzinitiative verkraften müssen, dann aber umso energischer den Ausbau des Göttingen Campus betrieben. Auch sei es damals gelungen mit Hilfe der Max-Planck-Gesellschaft und der Volkswagenstiftung Hell in Göttingen zu halten, obwohl er ein sehr lukratives Angebot aus den USA hatte. Wie wichtig dies für Göttingen war, habe sich 2014 gezeigt, als Hell den Nobelpreis bekam.

Einen bemerkenswerten Preis habe Hell in den vergangenen Jahren im Übrigen auch erhalten: den Markgräfler-Gutedelpreis, ein 225 Liter-Fass Wein. Bislang bekamen diesen Preis meist Kulturschaffende, Hell sei der erste Forscher unter den Preisträgern. Den Preis erhalten diejenigen, die mit Eigensinn im besten Sinne kreativ tätig würden. Auch sei der Preis nichts für zu eitle Menschen, denn er müsse mit Freuden und Freunden vernichtet werden.

Beisiegel, so Krull, habe an der Universität Göttingen auf besonnene und beharrliche Art ein System des Vertrauens aufgebaut. Sie wolle mutige und visionäre Forschung ermöglichen, wohlwissend, dass dies Zeit braucht für gründliches Nachdenken und Nachbohren. Sie gewährleiste die Freiheit der Wissenschaftler, ohne den gesellschaftlichen Anspruch auf Lösung der globalen Probleme aus den Augen zu verlieren.

Ein funktionierender Göttingen Campus, ein Erfolg in der ersten Runde der neuen Exzellenzstrategie: Dass viel erreicht worden sei, sei auch ein Verdienst von Beisiegel und Hell. Wenn im besten Sinne eigensinnig kreativ weitergearbeitet werde, sehe er gute Aussichten für die Universität und die Exzellenzstrategie, so Krull.

Von Christiane Böhm

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