Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Biografische Porträts von Männern und Frauen an Uni Göttingen ausgewertet

Businessfrau und Powerfrau Biografische Porträts von Männern und Frauen an Uni Göttingen ausgewertet

Managerinnen haben einen fürsorglichen Führungsstil, sind eher am Wohl des gesamten Unternehmens und der Belegschaft interessiert und weniger risikofreudig und gierig als Männer. So werden erfolgreiche Frauen in Top-Führungspositionen wiederholt porträtiert.

Voriger Artikel
Göttinger Forscher an Muse-Projekt in Chile beteilig
Nächster Artikel
Lernsamstage im Lern- und Studiengebäude der Uni Göttingen

Campus der Universität Göttingen.

Quelle: Archivbild (Symbolfoto)

Göttingen. Dies ist ein Ergebnis des Forschungsprojekts „Frauen an die Spitze?“ der Soziologin Prof. Andrea D. Bührmann, Direktorin des Instituts für Diversitätsforschung der Universität Göttingen.

Gemeinsam mit Studierenden wertete sie biografische Porträts von erfolgreichen Männern und Frauen in Top-Führungspositionen aus, die von 2007 bis 2012 in überregionalen Zeitungen und Zeitschriften erschienen sind. Einige zentrale Ergebnisse hat Bührmann in den WSI-Mitteilungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung veröffentlicht.

A.D. Bührmann

A.D. Bührmann

Quelle:

Bei der Auswertung der Porträts stießen Bührmann und ihr Team auf viele Stereotype: Die Managerinnen und Unternehmerinnen werden zum einen unterteilt in den männlich auftretenden Typus Businessfrau und den weiblichen Typus Powerfrau. Zum anderen werden angeblich natürlich gegebene Geschlechterdifferenzen transportiert, die zu unterschiedlichen Führungsstilen, Motiven und Entscheidungen bei Männern und Frauen führen.

Gerechte Beteiligung von Frauen und Männern

„Alle Faktoren zusammen legen es nahe zu argumentieren, mit mehr Frauen im Top-Management wäre die aktuelle Finanzkrise weniger dramatisch verlaufen“, so  Bührmann. Auch Forderungen nach einer Frauenquote werden damit begründet, dass gemischt zusammengesetzte Teams bessere Entscheidungen fällen, innovativere Prozesse anstoßen und den wirtschaftlichen Erfolg von Unternehmen steigern.

„Es entspricht nicht dem aktuellen Stand in der Geschlechterforschung, dass es diese natürlich vorgegebenen Unterschiede gibt“, so Bührmann. „Durch diese Stereotypisierungen geraten Gemeinsamkeiten von Top-Managerinnen mit ihren männlichen Kollegen aus dem Blick. Dabei unterscheidet sich ihre Lebenssituation oft mehr von denen anderer Frauen als von der ihrer männlichen Kollegen.“

Dennoch sei eine Geschlechterquote notwendig, um eine gerechte Beteiligung von Frauen und Männern an zukunftsweisenden Entscheidungen der Wirtschaft zu gewährleisten, erklärte die Soziologin.

pug

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr zum Artikel
Berechnung der Managerinnen-Initiative
Foto: Wenn die gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte kommt, fehlen laut Managerinnen-Initiative „Frauen in die Aufsichtsräte“ (Fidar) in den Kontrollgremien der börsennotierten Unternehmen 258 Frauen.

2016 soll sie kommen: Die gesetzliche Frauenquote für Aufsichtsräte. Darauf haben sich Union und SPD in ihren Koalitionsverhandlungen geeinigt. Damit kommt auf die börsennotierten Firmen jede Menge Arbeit zu.

mehr

Spannende Ausbildungsplätze in Deiner Region warten auf Dich. Starte jetzt durch mit azubify ! mehr

Amnesty-Protest auf dem Campus