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Deutsches Primatenzentrum DPZ erforscht Genaktivität von Zellen

Therapie von Krebs oder HIV Deutsches Primatenzentrum DPZ erforscht Genaktivität von Zellen

Am Deutschen Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen hat eine neue Nachwuchsgruppe ihre Arbeit aufgenommen. In den Projekten des Teams von Gruppenleiter Dr. Jens Gruber (36) steckt nach Angaben des Forschungsinstituts Potential für die Therapie schwerer Krankheiten wie Krebs, Herzerkrankungen oder HIV.

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Jens Gruber

Quelle: EF

Göttingen. Grubers Nachwuchsgruppe „Medizinische RNA-Biologie“ erforscht den Einfluss von Ribonukleinsäuren (RNAs) auf die Genaktivität von Zellen und verwendet dazu die vom Deutschen Primatenzentrum patentierte Transportmethode der Virusähnlichen Partikel (Virus-like particles, VLP).

Die Arbeit der Forscher fußt auf der Technik der RNA-Interferenz : Wenn man das richtige RNA-Molekül in die richtige Zelle einschleusen kann, wird dort gezielt ein Gen deaktiviert – im besten Falle dasjenige, das für den Ausbruch oder Verlauf der jeweiligen Krankheit verantwortlich ist.

Virusähnliche Partikel (VLPs) sind künstlich hergestellt Virus-Hüllen ohne gesundheitsschädliche Eigenschaften, die mit Inhaltsstoffen wie RNAs gefüllt werden können, welche man in bestimmte Körperzellen transportieren will. „Das kann sehr spezifisch sein“, erklärt Gruber, „wenn zum Beispiel ein Prozess in der Leber ausgeschaltet werden soll, würden wir die VLPs so konstruieren, dass sie nur in der Leber ankommen.“

Aufgrund des wirtschaftlichen Erfolgs dieser und anderer anwendbarer wissenschaftlicher Erkenntnisse des DPZ finanziert das Institut die vierköpfige Nachwuchsgruppe, die bei der Abteilung Primatengenetik angesiedelt ist, für fünf Jahre vollständig aus Patenteinnahmen.

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