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Eva-Maria Neher als Alumna 2009 geehrt

Alumnitag Eva-Maria Neher als Alumna 2009 geehrt

Positives, aber auch Bedauerliches, so der Universitätspräsident Kurt von Figura, über die Entwicklung der Göttinger Universität gehöre heute zu seinem Bericht. Von Figura eröffnete die Festveranstaltung des Alumni-Tages 2009 am Sonnabend im Zentralen Hörsaalgebäude. Er hob unter anderem die Eröffnung des Lichtenberg-Kollegs, die Auszeichnung des Germanistik Professors Heinrich Detering mit dem Leibniz-Preis und den Alexander-von-Humboldt-Preis hervor, mit dem eine Professur eingerichtet werde.

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„Große Ehre“: Eva-Maria Neher erhält die Auszeichnung vom Unipräsidenten von Figura.

Quelle: Heller

Die Affäre um den Sonderforschungsbereich 552 habe der Universität enorm zu schaffen gemacht, so von Figura. Es habe einen großen Reputationsverlust gegeben, den zu beheben sehr schwierig sei, da sich für die konkreten Ergebnisse der Untersuchungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft die überregionalen Medien kaum noch interessieren.

Anschließend zeichnete der Universitätspräsident Eva-Maria Neher, Gründerin und Geschäftsführerin des Göttinger XLAB -Experimentallabor für junge Leute, als Alumna des Jahres 2009 aus. Das XLAB, mit dem Neher das Interesse junger Menschen an den Naturwissenschaften wecken will, präge das Bild der Universität weltweit und habe auch schon Nachahmer gefunden.

Bildung sei mehr als nur Wissen, sagte Neher in ihrer kurzen Dankesrede. Auch das wollen sie und ihr Team den jungen Menschen im XLAB vermitteln: Arbeitsmethoden, Ordnung, Konzentration, Sorgfalt und eine planvolle Vorgehensweise.
Ein weiterer Alumnus stand dann im Mittelpunkt: der deutsche Widerstandkämpfer Adam von Trott zu Solz, der zwischen 1927 und 1931 Rechtswissenschaften in Göttingen studierte. Die Biografie des 1944 wenige Tage nach dem gescheiterten Attentat auf Hitler hingerichteten Trott werfe Fragen auf, erklärte der Göttinger Verleger Thedel von Wallmoden. In seinem Wallstein-Verlag erschien vor kurzem die Biografie „daß es Sinn hat zu sterben – gelebt zu haben“ von Benigna von Krusenstjern. An welche Alumni, so von Wallmoden, erinnere sich die Universität? An die Erfolgreichen? Und was ist Erfolg? Sie verstehe die Einladung zu diesem Vortrag als Zeichen des Interesses an einem vergessenen Alumnus, so von Krusenstjern. Um aufzuzeigen, wie Trott ein so starker Mensch – ein Selbstdenker, so von Wallmoden – wurde, schildere sie ihn in den verschiedenen Milieus, in denen er sich bewegt habe.

Von Christiane Böhm

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