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Experimentalshows, Teleskope und Orbiter

Nacht des Wissens: Publikumsmagneten auf dem Nordcampus Experimentalshows, Teleskope und Orbiter

Auf dem Nordcampus standen schon für eine der ersten Shows des Abends die Besucher bis vor das Hörsaalgebäude Schlange. Dietmar Stalkes Zauberei mit Chemikalien warein Publikumsmagnet. Viele hätten ja Angst vor der Chemie, doch „bei mir sind Sie in guten Händen“ eröffnete der Chemieprofessor seine  Experimentalvorlesung.

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Dichtes Gedränge herrschte auch im Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung

Quelle: NR

Göttingen. Dann legte er los und kippte scheinbar ohne feste Rezeptur farblose Flüssigkeiten zusammen. Diese wurden plötzlich knallbunt, nur um kurz darauf in eine andere Farbe umzuschlagen. Mit viel Witz erklärte Stalke, warum es „ohne Farbe kein Leben“ gebe und welche grundlegende Chemie dahinter steckt. Auch an Knalleffekten mangelte es seiner Show nicht. Das Publikum jubelte. Nach seinem Vortrag sagte Stalke dem Göttinger Tageblatt: "Die NdW ist wichtig, um die Wissenschaft für die Öffentlichkeit transparent zu machen." Wissenschaftler erhielten Steuergelder für ihre Forschung. Deshalb sollten die Besucher sehen, wozu diese eingesetzt werden.

Gegenüber, im Gebäude der Fakultät für Physik, war Familie Fieseler enttäuscht. Eine halbe Stunde vor Vorlesungsbeginn waren sie dort, aber die „Zauberhafte Physik“ von Prof. Arnulf Quadt konnten sie dennoch nicht sehen. Der Hörsaal war frühzeitig überfüllt.

 Im Foyer des MPI für Sonnensystemforschung ließen die Fieselers dann die Mission der Raumsonde „Rosetta“ Revue passieren, die sie in den Medien verfolgt hatten. „Wir sind fasziniert, gerade mit dem Mann gesprochen zu haben, der aus den Messdaten die Oberfläche des Kometen berechnet hat“, sagte Beate Fieseler. Der Wissenschaftler habe mitreißend und für die Kinder verständlich erklärt. Für die sei es toll, dass es auf der NdW so viel zum Anfassen gebe.

Auch Physiklaborant Stefan Scholz sagt: „Alle Sinne der Kinder sollen angesprochen werden." Er baute den Tunnel für die „Mission Possible“ im Laser-Laboratorium, das zum ersten Mal an der NdW mitwirkte. Aktionen wie diese ließen sie ein großes Publikum erreichen. Bei Führungen in die Labore seien Platz und die teuren Gerätschaften, die dort herumstehen, limitierende Faktoren. Solche Vorführungen gab esdennoch. Scholz hat bereits Ideen für eine neue Laser-Challenge.

Wenige Minuten vor dem Ende der NdW erklärte Prof. Sami K. Solanki, einer der Direktoren des  MPI für Sonnensystemforschung, noch letzten Besuchern die Raumsonde „Solar Orbiter". Für ihn sei das selbstverständlich, da seine Leute schließlich auch noch im Einsatz waren, und eine Freude. „Wir forschen jahrelang im stillen Kämmerlein. Es ist toll, die Begeisterung der Menschen zu sehen, wenn wir die Gelegenheit haben, unsere Ergebnisse zu präsentieren.“ Bis zum Schluss bastelten und spielten Kinder im Foyer oder wirbelten vor dem MPI mit den Nebel-Kanonen von „Poesie der Wolken“ herum.

Auf dem Dach der Physik endete die NdW für einige Besucher. Dort standen bis nach Mitternacht noch Neugierige Schlange, die nicht auf einen Blick durch das Teleskop der Astrophysik verzichten wollten. Die NdW brachte am Nordcampus die Sterne zum Greifen nah und zeigte, wie vielfältig und spannend Disziplinen wie Chemie und Physik sind. mn

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