Volltextsuche über das Angebot:

5 ° / 2 ° Regenschauer

Navigation:
Umsonst und draußen und gegen Rassismus

"Festival contre le racisme" Umsonst und draußen und gegen Rassismus

Ein Umsonst-und-draußen-Festival mit Botschaft steht am Freitag und Sonnabend auf der Wiese hinter dem Blauen Turmin Göttingen an: Mit dem Festival contre le Racisme wollen AStA und andere Initiativen den Blick auf Probleme mit Rassismus und Diskriminierung richten - und dabei ein Fest feiern.

Voriger Artikel
Strafvollzug neu denken
Nächster Artikel
Neuordnung der EU

Rap, Rock, Rumba und Reggae gibt es zum Abschluss des zweiten Festival-Tages zu hören. Le Fly bringen ihn von St. Pauli nach Göttingen.

Quelle: R

Göttingen. Das Programm von Freitag, 30. Juni, bis Sonnabend, 1. Juli, beinhaltet Konzerte, Vorträgen und Workshop rund um den Zentral-Campus. Alle Veranstaltungen können kostenfrei besucht werden.

Vorbild Frankreich

Was in Frankreich eine bereits zehnjährige Tradition hat, ist sein einger Zeit auch in Deutschland angekommen: Dezentral organisieren Studierende auch hier Festivals mit Musik, Workshops und Vortragsprogramm, um darauf aufmerksam zu machen, dass Rassismus und Diskriminierung Themen sind, die auch Studierende angehen. In Göttingen wird das Festival Contre le Racisme vom AStA der Universität Göttingen organisiert und mit Unterstützung verschiedener antirassistischer Gruppen und Initiativen umgesetzt. ne

"Rassismus und Diskriminierung sind Themen, die Studierende etwas angehen", begründen die Veranstalter die Initiative für das Festival. Rechtsextreme Übergriffe und antisemitische Anfeindungen seien keine Seltenheit, die Ausländergesetzgebung "diskriminierend" und der Umgang mit Geflüchteten "fragwürdig", schätzen die Veranstalter die Lage ein. Auch im Universitätsalltag sei Rassismus ein Problem, meinen sie: So seien ausländische Studierende "mit Hürden konfrontiert, die deutschen Studierenden unbekannt sind".

Daher fordern sie: "Die Universität und gerade auch die Studierenden dürfen sich hiervon nicht in einem Elfenbeinturm abschotten, sondern müssen immer wieder aktiv auch in die Zivilgesellschaft hineinwirken. Auch hierfür will das Festival erste Anregungen und konkrete Handlungsmöglichkeiten aufzeigen."

Bühnenprogramm

Freitag, 30. Juni
17.15 Uhr: Carmel Zoum . Die Berliner Musikerin bringt Dancehall, Reggae und Dubstep auf die Bühne. Unter anderem soll es Songs aus "Skwamat" zu hören geben, ihrem ersten Album.

18.30 Uhr: Tr[y]kka . "alles, was man an Tanzbarkeit aus Akkordeon, Geige, Kontrabass, Gitarre, Percussion und fünf Stimmen herausholen kann", versprechen die Musiker aus Göttingen, die 2013 mit Covers von Irish-Folk-Klassikern begonnen haben und heute eigene Stücke schreiben.

20 Uhr: DiscoCtrl . "Rap, beeinflusst vom NYC der 80er, der East Coast der 90er, Austin in den 00 Jahren und dem Berlin von heute" - so beschreibr DiscoCtrl seinen Sound. Er verbindet Musik und antifaschistische Themen.

21.30 Uhr: Sookee . Sookee bringt ihr neues Album "Mortem & Makeup" mit nach Göttingen: Politischen Rap, in dem sie sich für emanzipatorische Politik stark mache und "Sexisten und aluhut-tragenden Wahnwichteln eine klare Absage" erteile, versprechen die Veranstalter.

Sonnabend, 1. Juli
17 Uhr: Musiqana . "Weltmusik auf hohem Niveau", kündigen die Veranstalter an: Tarab, also herzliche, poetische, sehnsuchtsvolle arabische Lieder mit Texten, die von Zuneigung handeln, von Sehnsucht und Trennung erzählen - und von der Liebe zu Syrien in schlimmen Zeiten.

18.45 Uhr: Haszcara . Haszcara bringt auch in diesem Jahr wieder Hip Hop mit. "Nachdem sie unter anderem mit Neonschwarz auf Tour war, hat sie nun eine neue EP herausgebracht", erklären die Veranstalter. Es gibt also neue Songs zu hören. 

20 Uhr: Kobito . "The Walking Deutsch" hat Kobito im Herbst 2015 bekannt gemacht. Zum ersten Geburtstag der Pegida-Bewegung hielt er mit bissigem Rap dagegen. Wie er heute klingt, ist am Sonnabend zu hören.

21.30 Uhr: Le Fly . Rap, Rock, Rumba und Reggae gibt es zum Abschluss des zweiten Festival-Tages zu hören. Le Fly bringen ihn von St. Pauli nach Göttingen.

Workshops, Filme und Theater

Freitag, 30. Juni
12 Uhr: „Und dann kam ein wunderschönes Einhorn um die Ecke…“ – Workshop zum queeren Geschichtenerzählen, Raum 1
13 Uhr: Rassismus in der Spendenwerbung Workshop, Raum 2
14.30 Uhr: Ist Jude ein Schimpfwort? – Aktuelle Formen von Antisemitismus erkennen und besprechbar machen, Raum 3
16 Uhr: Rechts-Rock – Spaß, Ideologie und Struktur für die Naziszene, Raum 1
17.30 Uhr: Die Geschichte der OM10, Raum 2
17 Uhr: Kalligraphie-Workshop, Festivalgelände

Sonnabend, 1. Juli
12 Uhr: Dokumentarfilm: The Awakening Roma Center Göttingen, Raum 2
13 Uhr: Boykott des Friedens – Zur Aktualität der Israel-Boykott-Bewegung, Raum 1
15 Uhr: Theaterstück: Die Asyl-Dialoge Bühne für Menschenrechte, Stilbrvch
16.30 Uhr: Kein Friede den Frevlern – Filmvorführung und Diskussion mit dem Regisseur Mikko Linnemann, ZHG 002
17.30 Uhr: Sozialwissenschaften im Nationalsozialismus, Raum 2

Voriger Artikel
Nächster Artikel

Spannende Ausbildungsplätze in Deiner Region warten auf Dich. Starte jetzt durch mit azubify ! mehr

Amnesty-Protest auf dem Campus