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Figura informiert im Landtag über SFB-Untersuchungen

Uni-Skandal Figura informiert im Landtag über SFB-Untersuchungen

Umfassende Aufklärung der Falschangaben von 16 Wissenschaftlern der Göttinger Universität hat Prof. Kurt von Figura am Mittwoch in Hannover zugesichert.

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Kurt von Figura

Dort informierte der Präsident der Georg-August-Universität am Mittag den Wissenschaftsausschuss des Landtages.

Unmittelbar nach dem Bekanntwerden der Falschangaben in Publikationslisten eines Antrags auf Forschungsförderung bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) im Februar habe die Universitätsleitung reagiert: Die Ombudskommission wurde eingeschaltet. Deren Ergebnisse führten zu dem jetzt laufenden Verfahren bei der Untersuchungskommission der Universität. Ebenso sei verfahren worden mit den später erhobenen Vorwürfen zur Mittelbewirtschaftung am Sonderforschungsbereich 552.

Die Göttinger SPD-Abgeordnete Dr. Gabriele Andretta, Mitglied im Wissenschaftsausschuss, erklärte nach der Sitzung, der Vortrag Figuras „war überzeugend und er ließ an dem konsequenten Aufklärungswillen der Universität keinen Zweifel“. Sie erklärte, nur durch offensives Vorgehen in der Aufklärung „kann der Nährboden für weitere Verdächtigungen entzogen werden.“

Figura informiert im Landtag über SFB-Untersuchungen

Disziplinarverfahren

Wie Andretta warnten auch Christian Grascha (FDP) aus Northeim und der Duderstädter Abgeordnete Lothar Koch (CDU) davor, einen Generalverdacht gegen die Universität Göttingen aufgrund des bedauerlichen Fehlverhaltens Einzelner zu hegen. Koch, der sich über die Anhörung im Wissenschaftsausschuss bei Wissenschaftsminister Lutz Stratmann und Staatssekretär Josef Lange informiert hatte, betonte anschließend gegenüber dem Tageblatt, das Land gehe davon aus, dass Universität, Präsident und Stiftungsrat alles tun würden, um die Vorgänge aufzuklären. 

Nach Angaben von Koch habe die Landesregierung zur Kenntnis genommen, „dass das Vorgehen des Präsidenten in diesem Verfahren von der DFG, die ja die Mittel für den Sonderforschungsbereich zur Verfügung gestellt hat, als vorbildlich bezeichnet worden ist.“   

Auch im Wissenschaftsausschuss wurde zur Kenntnis genommen, dass die Kontrollgremien der Universität funktioniert haben. Zudem berichtete Figura von neuen Maßnahmen, um Fehler bei der Mittelverwendung in Sonderforschungsbereichen und Graduiertenkollegs zu verhindern. In Bezug auf die laufenden Untersuchungen erklärte der Präsident, dass es zur Einleitung von Disziplinarverfahren und arbeitsrechtlichen Maßnahmen kommen werde, wenn sich „tatsächliche Anhaltspunkte ergeben, die den Verdacht eines Dienstvergehens rechtfertigen.“

Von Ilse Stein und Angela Brünjes

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