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Flugzeugmodelle der Zukunft

Wettbewerb des DLR Flugzeugmodelle der Zukunft

Leise, umweltfreundlich, aerodynamisch elegant: So stellen sich deutsche Studierende das Flugzeug der Zukunft vor. Ungewöhnliche Modelle, die aber die klassische Flugzeugform noch erkennen lassen, sind im Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt die Gewinner.

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Silberhorn: Flugzeugmodell entworfen von der Studierenden der Universität Stuttgart.

Quelle: r

Köln/Göttingen. Leise, umweltfreundlich, aerodynamisch elegant: So stellen sich deutsche Studierende das Flugzeug der Zukunft vor. Ungewöhnliche Modelle, die aber die klassische Flugzeugform noch erkennen lassen, sind im Wettbewerb des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) die Gewinner.

Studenten der TU München entwarfen mit ihrem „Urban Liner“ ein Flugzeug mit Hybridantrieb. Auffallendstes Merkmal ist das einzelne Triebwerk, das am Heck zwischen den Leitwerken angebracht ist. Geht es nach den Studierenden, soll der Treibstoffverbrauch halbiert und der Stickoxidausstoß gar um 80 Prozent verringert werden können.

„Die vorgeschlagenen Technologien beim „Urban Liner“ sind hochinnovativ und alles wurde zu einem stimmigen Gesamtkonzept entwickelt“, würdigte DLR-Luftfahrtvorstand Prof. Rolf Henke bei der Preisverleihung in Braunschweig den Münchner Entwurf, der den ersten Preis erhielt.

Radikaler Ansatz zur Lärmreduzierung

Bei dem Ziel, ein leiseres Flugzeug zu entwerfen, verfolgten die Münchner einen radikalen Ansatz: „Normalerweise wird beim Flugzeug erst spät im Entwurf auf Möglichkeiten der Lärmreduzierung geachtet“, so Teamleiter Christian Decher, „wir haben dem von Anfang an alles andere untergeordnet.“

Mit dem zweiten Platz wurde das Konzept „HORUS 3000-300“ der FH Aachen ausgezeichnet. Die Jury aus Luftfahrtforschern des DLR zeigte sich von den vielfältigen Ideen aller teilnehmenden Studierenden beeindruckt. „Unsere größte Herausforderung als Luftfahrtforscher ist, trotz weltweit stetig wachsender Passagierzahlen den Umwelteinfluss des Flugverkehrs weiter zu mindern und so Emissionen und Lärm zu reduzieren. Dafür brauchen wir frische und ungewöhnliche Ideen, und solche haben die Studierenden präsentiert“, sagte Henke.

Effiziente Überschalljets

Im Wettbewerb waren neben Design-Vorschlägen für leiseres Fliegen auch solche für effiziente Überschalljets gefragt. Das Konzeptflugzeug sollte mindestens 200 Passagiere beziehungsweise zwölf beim Überschallflieger transportieren und bis zum Jahr 2035 realisiert werden können. Die teilnehmenden Studierenden-Teams in Deutschland und Amerika wählten eines der Themen für ihren Wettbewerbsbeitrag.

Ein innovatives Konzept für ein Überschallflugzeug, quasi ein umweltfreundlicher Nachfolger der Concorde, präsentierte ein Team der Universität Stuttgart, das mit dem dritten Platz ausgezeichnet wurde. Deren Konzept „HELESA“ schlägt ein langgestrecktes Flugzeug mit vorwärts gepfeilten Schwenkflügeln vor.

63 Studierende im Wettbewerb

Für die NASA/DLR-Design Challenge hatten sich nach Angaben des DLR auf deutscher Seite 63 Studierende verteilt auf zehn Teams aus sieben Hochschulen angemeldet. Außerdem nahmen Teams der TU Berlin und der TU Hamburg-Harburg teil. Auf amerikanischer Seite gibt es ebenfalls eine zweistellige Anzahl teilnehmender Teams verschiedener Hochschulen. Das deutsche Gewinnerteam des Wettbewerbs reist im Herbst 2017 zur amerikanischen Luft- und Raumfahrtbehörde NASA in die USA.

Von Angela Brünjes

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