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Forscher suchen Kennzeichen für Herzversagen

Herzschwäche neu behandeln Forscher suchen Kennzeichen für Herzversagen

Mit einem neuen Bildgebungsverfahren und Sensoren wollen Herzforscher der Universitätsmedizin Göttingen neue pharmakologische Ansätze in der Behandlung der Herzschwäche erhalten.

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Untersuchung: Ärztin hört das Herz eines Patienten ab.

Quelle: dpa

Das Forschungsvorhaben wird mit 1,8 Millionen Euro aus dem Emmy Noether-Programm der Deutschen Forschungsgemeinschaft und weiteren 610     000 Euro von der UMG in den nächsten fünf Jahren unterstützt.

Etwa zwei Prozent der Menschen in Deutschland sind nach UMG-Angaben derzeit an Herzschwäche erkrankt. Hilfe könnten sie erhalten, wenn einer neuer Forschungsansatz erfolgreich ist. Nachwuchsgruppenforscher um Dr. Viacheslav Nikolaev aus der Abteilung Kardiologie und Pneumologie befassen sich mit der Frage, wie die Veränderungen von bestimmten Signalen in winzigen Teilbereichen innerhalb der Herzmuskelzelle mit der Erkrankung Herzschwäche verbunden ist. Das Forschungsthema lautet: „Lokale zyklischnukleotid-vermittelte Signaltransduktion und cAMP/cGMP Interaktionen als Regulatoren kardialer Funktion und Erkrankungen“.

Eine entscheidende Schlüsselrolle bei der Herzkontraktion und bei der Entstehung von Herzerkrankungen spielen zyklische Nukleotide wie cAMP und cGMP. Heute weiß man: Sie wirken in winzigen subzellulären Teilbereichen der Herzmuskelzellen. Früher wurden diese Nukleotide lediglich in ganzen Zellen gemessen und die kleineren Zellbereiche ignoriert. Nikolaev und sein Team untersuchen jetzt, ob Änderungen in subzellulären Bereichen der Zellen ein zentrales molekulares Kennzeichen für Herzversagen sind.
Mittels eines neuen Bildgebungsverfahrens und cAMP- und cGMP-Sensoren wollen die Herzforscher die Dynamik der zyklischen Nukleotide in den subzellulären Bereichen der Herzmuskelzelle untersuchen und diese mit der Struktur und Funktion gesunder und erkrankter Zellen in Verbindung bringen. Die Ergebnisse sollen Aufschluss über neue pharmakologische Ansätze in der Behandlung der Herzschwäche geben.

Das Emmy Noether-Programm führt Nachwuchswissenschaftler zu früher wissenschaftlicher Selbständigkeit. Promovierte Forscher, wie der 1980 geborene Pharmazeut Nikolaev, erwerben durch die Förderung die Befähigung zum Hochschullehrer bei der Leitung einer eigenen Nachwuchsgruppe.

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