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Frühneuhochdeutsch: Lücke zwischen Wörterbüchern

Akademie der Wissenschaften Frühneuhochdeutsch: Lücke zwischen Wörterbüchern

Mit Frühneuhochdeutsch befasst sich ein neues Forschungsprojekt der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) hat das Vorhaben „Frühneuhochdeutsches Wörterbuch“ ab 2013 in das Akademienprogramm der deutschen Wissenschaftsakademien aufgenommen.

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In Frühneuhochdeutsch verfasst: Akte der deutschen Reichsreligionsgespräche im 16. Jahrhundert.

Göttingen. Für das neue Projekt, das voraussichtlich bis 2027 laufen wird, erhält die Göttinger Akademie rund 600    000 Euro im Jahr.

Frühneuhochdeutsch setzte sich in der Frühen Neuzeit durch. Forscher, die an der Epoche zwischen der späten Scholastik und der frühen Aufklärung, an der  Zeit der Erfindung des Buchdrucks, der Entdeckung Amerikas oder an der Reformation interessiert sind, arbeiten mit Schriften dieser Zeit. Das Frühneuhochdeutsche Wörterbuch wird in 13 Bänden den hochdeutschen Wortschatz von der Mitte des 14. bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts lexikographisch beschreiben. Es handelt sich um ein historisches Sprachstadienwörterbuch, das in den 1980er Jahren privatwissenschaftlich konzipiert und bereits zur guten Hälfte erschienen ist, aber nur in Trägerschaft einer Wissenschaftsinstitution fortgeführt werden kann.

Printedition und digitale Publikation

Mit dem angestrebten Abschluss des Frühneuhochdeutschen Wörterbuchs soll die große noch bestehende Lücke zwischen den Wörterbüchern des Mittelhochdeutschen und denjenigen des Neuhochdeutschen geschlossen werden. Dabei wird neben der Printedition auch eine digitale Publikation erscheinen, und damit digital das für jedermann verfügbare Wörterbuchnetz erweitert, teilte die Akademie der Wissenschaften mit.

Mit dem neuen Projekt betreut die Göttinger Akademie 25 Vorhaben, in denen etwa 100 wissenschaftliche Mitarbeiter in deutschlandweit 35 Arbeitsstellen tätig sind. Nach Angaben der Akademie ist die dafür eingeworbene Fördersumme von etwas über zehn Millionen Euro ist derzeit die höchste unter allen deutschen Wissenschaftsakademien, mit Ausnahme der Mainzer Akademie, die eine Sonderstellung hat, da sie umfangreiche Gesamtausgaben von Komponisten bearbeiten lässt.

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