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Gartenfest im Botanischen Garten

Forschung im Grünen Gartenfest im Botanischen Garten

Alpine Gewächse, fleischfressende Pflanzen oder Sukkulenten aus Wüstenregionen: der Experimentelle Botanische Garten bietet eine Vielfalt heimischer und exotischer Pflanzen. Am Sonnabend, 10. Juni, wird das 50-jähriges Bestehen mit einem Gartenfest gefeiert.

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Göttingen. 1967 wurde der Garten an der Grisebachstraße von Prof. Heinz Ellenberg gegründet. Die Besonderheit dieses botanischen Gartens ist der forschungsorientierte Aspekt.

Führungen

Am Sonnabend, 10. Juni, können sich Besucher selbst von der Bandbreite der Forschung in dem Garten, der zur Abteilung Pflanzenökologie und Ökosystemforschung der Universität Göttingen gehört, überzeugen. Ab 14 Uhr gibt es auf dem Gelände in Weende, Grisebachstraße 1a, Führungen beispielsweise durch das Alpinum, die Ackerwildkräuter oder die Obstwiese. Interessierte können auch mehr über den Sukzessionsversuch, der 1969 angelegt wurde, und die Freilandversuche erfahren. Für Kinder könnten fleischfressende Pflanzen besonders interessant sein, mutmaßt Köhler. Außerdem wird ein Quiz organisiert und Pflanzengeschichten werden vorgelesen.  www.ebg.uni-goettingen.de

„Wir haben hier die Infrastruktur für pflanzenökologische Forschung aufgebaut“, erzählt Dr. Lars Köhler, Kustos des Gartens. Ihm zufolge biete der Garten deutschlandweit einzigartige Forschungsmöglichkeiten, wie das Wurzellabor, in dem die Wurzeln sowohl ober- als auch unterirdisch analysiert werden können. Außerdem werden nicht nur einzelne Exemplare der Pflanzen gezüchtet, sondern ganze Pflanzengesellschaften. „Die Pflanzen sind in ihrer typischen Artenkombination, abhängig von dem Boden und dem Klima, zu sehen. Das war schon für Dr. Ellenberg sehr wichtig“, erklärt Köhler.

Ein Beispiel hierfür ist das Alpinum. Durch eine „geologische Gliederung“ sind die Pflanzenfamilien nach ihren Wachstumsbedingungen getrennt, nicht streng nach Arten. Dies sei sehr arbeitsaufwendig, da hier beheimatete Gewächse sich immer wieder durchsetzen wollen. „Dann würden die Wiesen bald wie jede andere aussehen“, sagt der Kustos. Eine intensive Pflege der Beete und Quartiere ist nötig.

Der Experimentelle Botanische Garten kooperiert unter anderem mit dem Brockengarten. Mit Granit vom Brocken wurde eines der Geobeete geformt. In diesen Beeten am Eingang des Gartens kann der Besucher erkennen, wie unterschiedlich die Vegetation auf Kalkstein, Gips, Granit, Buntsandstein und Sand ist.

50 Jahre Experimenteller Botanischer Garten in Göttingen

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Aus dem Harz wurde zudem eine vier Quadratmeter große Bergwiesen-Fläche im Alpinum angepflanzt. Der Höhenunterschied sollte dazu dienen, zu zeigen, was mit den Pflanzen unter solchen Bedingungen passiert. Relativ schnell zeichnete sich ab, dass einige mit dem neuen Klima nicht zurecht kommen. Lars Köhler sagt: „Das funktioniert wie eine Klimawandel-Simulation. Es wird wärmer und trockener. Durch Experimente wie diese kann man erkennen, was passieren könnte.“

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