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Genaue Zielposition beim Röntgen trainieren

Unfallchirurgen ausgezeichnet Genaue Zielposition beim Röntgen trainieren

Mobile Röntgengeräte sind im Operationsalltag der Kliniken nicht mehr wegzudenken. Ein neues Trainingsprogramm für die Arbeit mit den Geräten haben Unfallchirurgen der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) mitentwickelt haben. Für das „virtX“ Projekt erhielten sie in Chicago (USA) einen der wichtigsten internationalen Wissenschaftspreise für Radiologie, der seit elf Jahren erstmals wieder vergeben wurde – „Summa cum Laude“ heißt dieser Preis, der ebenso wie der „Excellence in Design“-Preis an die Universitätsmedizin Göttingen, die Fachhochschule Hannover (FHH) und die TU Braunschweig für das Projekt „virtX“ gingen.

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Trainingssystem für mobiles Röntgen: Porf. Klaus Dresing (2. von links) präsnetiert „virtX“ auf dem Röntgen-Kongress in Chicago.

Quelle: AO Foundation

Mobile Röntgengeräte mit C-Bogen, der während des Eingriffs vom Pflegepersonal korrekt über dem Operationsgebiet platziert werden muss, werden vor allem in der Unfallchirurgie eingesetzt. Bei komplizierten Eingriffen erfolgt die Feinjustierung oft schon unter Strahlung, um die genaue Zielposition erreichen zu können. Gutes Training verringert die zur Positionierung benötigte Zeit und damit die Strahlenexposition, die Personal und Patienten belastet.

Genau da setzt das virtX-Projekt an, das vom Team um Prof. Klaus Dresing, UMG-Unfallchirurgie, mitentwickelt wurde. Bisher erfolgte die Ausbildung theoretisch an Bildern und nur zeitlich eingeschränkt am Gerät selbst. Jetzt schafft das virtuelle Trainingsprogramm annähernd realistische Bedingungen.

Das System simuliert komplett dreidimensional ein Operationsszenario mit virtuellem C-Bogen, OP-Tisch und Patienten. Alle Funktionen eines echten mobilen Röntgengerätes können trainiert werden. Aus einem echten Datensatz aus der Computertomographie werden die abzubildenden Texturen erzeugt. Interessant ist auch die Möglichkeit, mittels eines speziellen Patientendummys und der virtX-Software an einem echten C-Bogen zu üben. Ein elektromagnetisches Trackingsystem – quasi eine Art Navigationssystem – signalisiert dabei, ob der Übende die korrekte Stelle lokalisiert hat.

Die Radiological Society of North America (RSNA) wurde im Jahr 1915 gegründet, um die höchsten Standards der Radiologie und verwandter Wissenschaften in Lehre und Forschung voranzubringen und zu entwickeln. Jedes Jahr werden beim gleichnamigen Kongress drei nicht dotierte Preise vergeben: „Certificate of Merit“, „Cum Laude“ und „Magna cum Laude“. „Summa cum Laude“, der höchste Preis, wird nur verliehen, wenn das Projekt allen Anforderungen der Jury entspricht. In diesem Jahr wurden 10      000 Arbeiten dafür eingereicht. Bewertet werden wissenschaftliche Inhalte und die Qualität der eingereichten Arbeiten. „Excellence in Design“ ist ein Sonderpreis. Er wird für Exponate verliehen, die besonders benutzerfreundlich und inhaltlich gut erschließbar aufgebaut sind.

jes/umg

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